Michael Pradel gehört künftig zur Chefetage bei Stuttgart 21. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Manfred Leger, der die Stuttgart-21-Projektgesellschaft bis Sommer vergangenen Jahres geleitet hat, wechselt nach München. Für den 67-Jährigen rückt Michael Pradel in die Geschäftsführung der Projektgesellschaft auf.

Stuttgart - Manfred Leger, bis Sommer 2020 Vorsitzender der Geschäftsführung der Bahnprojektgesellschaft Stuttgart-Ulm (PSU), verlässt Stuttgart. Der Münchner, der Ende Februar 67 Jahre alt geworden ist, bleibt der Bahn als Senior-Experte für den Bereich Infrastrukturprojekte Region Süd erhalten.

Neues Gesicht in der Führungsriege

Auch nach Legers Abschied wird die Projektgesellschaft von einem Trio geleitet. Neben Olaf Drescher, der 2020 Leger als Sprecher der Geschäftsführung ablöste, und Harald Klein, der für Finanzen und das Personal zuständig ist, gehört künftig Michael Pradel zur Chefetage der Projektgesellschaft. Der Bauingenieur arbeitet bereits seit Mitte 2015 an Stuttgart 21. Zunächst verantwortete der 47-Jährige den Bau der Bahnhofshalle. Nach fünf Jahren in dieser Tätigkeit übernahm er Mitte 2020 den Bereich Rohbau bei der PSU. Der gebürtige Brandenburger lebt mit seiner Familie in Bad Cannstatt. „Michael Pradel ist mit dem Projekt seit Jahren bestens vertraut und kann es als Technik-Geschäftsführer zur Fertigstellung führen“, sagt Bahninfrastrukturvorstand Ronald Pofalla. Er dankte Leger, der 2013 die Leitung der neugegründeten PSU übernommen hatte. Zuvor war der Wirtschaftsingenieur bei verschiedenen Unternehmen der Bahnbranche tätig gewesen. Als Vorsitzender der Geschäftsführung der PSU war er der bis dato fünfte Chef des milliardenschweren Vorhabens. Die Spitzenposition hat seit Sommer 2020 Olaf Drescher inne. Der 61-Jährige leitete zuvor unter anderem den Bau der Schnellfahrstrecke durch den Thüringer Wald als Teil der ICE-Verbindung München-Berlin.

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