Die Montagsdemonstration Vor dem Hauptbahnhof Foto: Max Kovalenko

Die Gegner des Bahnprojekts Stuttgart 21 wollen eine Verlegung der Montagsdemonstration nicht hinnehmen. Im Zweifel wolle man klagen, heißt es von Seiten der Parkschützer.

Stuttgart - Auf die Ankündigung des Ordnungsbürgermeisters Martin Schairer (CDU), die regelmäßigen Montagskundgebungen gegen das Bahnprojekt S 21 vom Hauptbahnhof in die ­Lau­tenschlagerstraße oder an den Nordbahnhof zu verbannen, reagierten die Demonstranten erstaunt: „Von der Stadt hat es bisher keinerlei Andeutungen gegeben, dass die Demos verlegt werden sollen“, sagte Parkschützer-Sprecher Matthias von Herrmann und kündigte juristische Schritte an, falls die Stadt ihr Vorhaben umsetze. Die Pläne der Stadt bezeichnete von Herrmann als „PR-Maßnahme der CDU“. Der öffentliche Verkehr sei von den Demonstrationen kaum betroffen. Nur die Bushaltestellen um den Bahnhof müssten während der Proteste für kurze Zeit gesperrt werden. „Viel größer sind doch die Verkehrsbehinderungen, die aufgrund der Bauarbeiten entstehen“, sagte er.

Laut eines Berichts der Stuttgarter Nachrichten ist Schairer der Auffassung, man könne der Bevölkerung die Auswirkungen der Anti-S-21-Demos „nicht mehr zumuten“. Er verwies auf die massiven Störungen des Verkehrs an 17 Haltestellen. Auch Einzelhändler beklagten die wöchentlichen Belastungen. Schairer, der einem Rechtsstreit mit den Demonstranten gelassen entgegenblickt, sieht die öffentliche Ordnung und Sicherheit durch die Demos gefährdet.

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