An der S21-Bahnstrecke sind zwei Biber aufgetaucht. Foto: dpa-Zentralbild

Das Bahnprojekt Stuttgart 21 samt der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm hat nach Ansicht des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) immer noch Probleme mit dem Artenschutz. Jetzt sind zwei Biber aufgetaucht.

Stuttgart - Juchtenkäfer, Fledermäuse, Eidechsen - und nun der Biber: Das Bahnprojekt Stuttgart 21 samt der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm hat nach Ansicht des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) immer noch Probleme mit dem Artenschutz. Nahe Wendlingen seien zwei Biber aufgetaucht, die bislang unbekannt gewesen seien, teilte die Organisation am Montag in Stuttgart mit. Angrenzend soll die Neubaustrecke verlaufen. Beim Bau und Betrieb des Abschnitts könnten die Biber getötet werden, hieß es.

Der BUND forderte das Eisenbahnbundesamt auf, eine artenschutzrechtliche Prüfung anzuordnen. Bei Stuttgart 21 werde mit völlig veralteten Daten gearbeitet. So komme die Kartierung der Tiervorkommen für den besagten Abschnitt zum großen Teil noch aus den 1990er Jahren. Damals habe es aber noch keine Biber in diesem Gebiet gegeben, sagte BUND-Regionalgeschäftsführer Gerhard Pfeifer.

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