Zum Bau der achtgleisigen Durchgangsstation will die Bahn doppelt so viel Wasser aus dem Schlossgarten pumpen, wie bisher genehmigt ist. Foto: dpa

Die Entscheidung über eine stärkere Grundwasserentnahme im Schlossgarten zum Bau des Stuttgart-21-Tiefbahnhofs verzögert sich.

Stuttgart - Die Entscheidung über eine stärkere Grundwasserentnahme im Schlossgarten zum Bau des Stuttgart-21-Tiefbahnhofs verzögert sich. Das Regierungspräsidium (RP) wollte seine Empfehlung an das Eisenbahn-Bundesamt (Eba) im Januar bekanntgeben. Den Termin hatte Versammlungsleiterin Gertrud Bühler am 12. Dezember, dem letzten Tag der öffentlichen Erörterung, genannt. Zum Bau der achtgleisigen Durchgangsstation will die Bahn doppelt so viel Wasser aus dem Schlossgarten pumpen, wie bisher genehmigt ist.

Inzwischen spricht das RP von „Ende Februar oder Ende März“. Das Protokoll der Erörterung liege noch nicht. Die Bahn pocht auf eine rasche Entscheidung. Sie will die erste Baugrube im Schlossgarten im Juni 2014 öffnen, zwei weitere an der Willy-Brandt-Straße sollen im September folgen.

Der Bau der neuen, 6,5 Milliarden Euro teuren Infrastruktur steht unter erheblichem Zeitdruck. Der Bahnhof soll Ende 2021 in Betrieb gehen. DB-Infrastrukturvorstand Volker Kefer hatte im März 2013 bei einer Sitzung des S-21-Lenkungskreises eingeräumt, dass es ein weiteres Jahr Verzug geben könnte. Die Landesregierung dürfte von Kefer beim nächsten Lenkungskreis am 9. Mai eine belastbare ­Jahreszahl erwarten. Erheblichen Widerstand gibt es gegen die Pläne der Bahn zum Anschluss des Flughafens. Das RP ordnet zurzeit mehr als 10 000 Einwände.

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