Stuttgart 21 Behörde will Brandschutz genehmigen

Von Konstantin Schwarz 

Brandschutzkonzept im Tiefbahnhof scheint gerettet Foto: Michele Danze
Brandschutzkonzept im Tiefbahnhof scheint gerettet Foto: Michele Danze

Wegen verschärfter Maßgaben für den Brandschutz hatte die Bahn die Pläne für den seit zehn Jahren genehmigten Hauptbahnhof anpassen müssen. Nun sei das Brandschutzkonzept von einem unabhängigen, fachkundigen Prüfer positiv bewertet worden.

Stuttgart - Bei den strittigen Fragen zum Brandschutz des beim Projekt Stuttgart 21 vorgesehenen Tiefbahnhofs kann der Schienenkonzern mit einer baldigen Genehmigung rechnen.

Das „ganzheitliche Brandschutzkonzept“, das im Zusammenhang mit Änderungen bei den Bahnhofsplänen gefordert worden war, sei von einem unabhängigen, fachkundigen Prüfer positiv bewertet worden. Das teilte das Eisenbahn-Bundesamt (Eba) als Genehmigungsbehörde auf Anfrage mit. Auch „die Träger öffentlicher Belange, wie etwa die vor Ort für Brand- und Katastrophenschutz zuständigen Behörden, haben ihre Stellungnahmen mit einem grundsätzlich positiven Votum abgegeben“, so die Auskunft der Behörde. Das Eba sei daher derzeit dabei, „die abschließende Entscheidung zu erstellen“.

Wegen verschärfter Maßgaben für den Brandschutz hatte die Bahn die Pläne für den seit zehn Jahren genehmigten Hauptbahnhof anpassen müssen. Die sichtbarste Änderung ist der geplante Einbau von zusätzlichen Treppenhäusern auf jedem der Bahnsteige, um die Rettungsmöglichkeiten für Reisende im Brandfall zu verbessern. Von der Bahn war zudem eine Art Sprinkleranlage vorgeschlagen worden.

Neben dem Brandschutzkonzept muss die Bahn dem Eba ein Konzept für die Tunnelsicherheit und ein Entrauchungskonzept sowie ein Konzept zur Tunnelsicherheit vorlegen. Das sollte bis Juni 2015 geschehen. Die Bahn habe die drei zusammen gehörenden Konzepte unter dem Gesichtspunkt der Sicherheit im Brandfall zusammengefasst, so die Bonner Prüfbehörde. Nicht alle in den Einzelkonzepten behandelten Aspekte seien für die beantragte Änderung der Baupläne von entscheidender Bedeutung. Die zusätzlichen Treppenhäuser haben laut früheren Aussagen der Bahn keine Auswirkungen auf die aktuell laufenden Bauarbeiten für den Bahnhofstrog.

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