Anwohner der Stuttgart-21-Baustelle im Schlossgarten haben am Sonntag die Stadt und die Aufsichtsbehörde Eisenbahn-Bundesamt (Eba) scharf kritisiert. Die Behörden zeigten sich „untätig“, wenn es darum gehe, Anwohner vor dem Baulärm zu schützen, sagt Frank Schweizer.
stuttgart - Anwohner der Stuttgart-21-Baustelle im Schlossgarten haben am Sonntag die Stadt und die Aufsichtsbehörde Eisenbahn-Bundesamt (Eba) scharf kritisiert. Die Behörden zeigten sich „untätig“, wenn es darum gehe, Anwohner vor dem Baulärm zu schützen, sagt Frank Schweizer.
Die Bahn will vom 5. August an ihren Tiefbahnhof bauen. Schweizer ist Sprecher des Netzwerks Kernerviertel, in dem sich betroffene Eigentümer zusammengefunden haben. Laut Schweizer sei im Kernerviertel erst „ein Bruchteil des Schallschutzprogramms umgesetzt“. 155 Eigentümer sollen Schallschutzfenster erhalten, weil die Lärmwerte von der S-21-Baustelle über dem zulässigen Maß liegen werden. In den Musterverträgen der Bahn sei vorgesehen, kritisiert Schweizer, dass Eigentümer mit dem Einbau der Fenster „auf alle weiteren Rechte verzichten sollen“. Dabei sei absehbar, dass deutlich mehr Gebäude und Wohnungen als ermittelt mit Schallschutz ausgestattet werden müssten. Das Lärmmesskonzept sehe nur einen Messpunkt vor, an dem alle vier bis sechs Wochen Werte aufgezeichnet werden. Das halten die Anwohner für nicht ausreichend. Bei den Rammarbeiten werden Werte bis zu 120 Dezibel erwartet.