An der ICE-Trasse nach Ulm wird trotz ausstehendem Stresstest laut Bahn planmäßig gebaut, die Bauarbeiten am geplanten Stuttgarter Tiefbahnhof sollen allerdings bis Mitte Januar ruhen. Foto: dpa

Bauarbeiten an ICE-Trasse in Richtung Ulm laufen trotz ausstehendem Stresstest richtig an.

Stuttgart - Es wird gebaut: Trotz des ausstehenden Stresstests für das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 laufen die Bauarbeiten an der ICE-Trasse in Richtung Ulm richtig an. Seit Montag wird bei Aichelberg (Kreis Göppingen) an einer Brücke gearbeitet, wie die Bahn am Montag mitteilte. „Der Weiterbau ist ein wichtiges Signal für das Gesamtprojekt“, betonte Projektsprecher Wolfgang Dietrich in Stuttgart. Den offiziellen Spatenstich für die Trasse soll es aber erst im nächsten Jahr geben. Die Bauarbeiten am geplanten Stuttgarter Tiefbahnhof sollen bis Mitte Januar ruhen.

Dann gehe es aber auch dort „rasch weiter“, sagte der zweite Projektsprecher Udo Andriof. Er machte klar, dass die Bahn nicht das Ergebnis des von Heiner Geißler in der Schlichtung auferlegten Stresstests für den künftigen Stuttgarter Tiefbahnhof abwarten will. Einzig die Frage, ob und wie rund 15 Bäume umgesetzt werden können, müsse noch geklärt werden. Wenn der Stromkonzern EnBW diverse Versorgungsleitungen verlegt habe, stehe als nächstes der Bau eines unterirdischen Technikgebäudes an der Nordseite des Bahnhofs an. Die Leitungen sollten ab dem 10. Januar unter die Erde kommen.

Im Schlossgarten gehen die Arbeiten laut Andriof zunächst nicht weiter. „Mit den Bäumen beschäftigen wir uns erst im Herbst 2011.“ Erst nach Ablauf der nächsten Vegetationsperiode sei an eine von Geißler geforderte Umsetzung der teils sehr alten Bäume zu denken. Über den Fortgang des Baus für das Grundwassermanagement werde die Bahn rechtzeitig informieren. „Ich sehe also keinen Grund dafür, den Park weiter besetzt zu halten“, sagte Andriof mit Blick auf die dort campierenden Projektgegner und sogenannten Parkschützer. „Auch im Sinne der eigenen Gesundheit sollten sie den Park frei machen.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: