Um die Röhre für Stuttgart 21 beim Wagenburgtunnel weiterführen zu können muss jetzt gesprengt werden Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Die Deutsche Bahn wird für den Tunnelbau ihres Projektes Stuttgart 21 von Montag, 9. Februar an, auch in der Innenstadt Sprengarbeiten vornehmen

Stuttgart - Die Deutsche Bahn wird für den Tunnelbau ihres Projektes Stuttgart 21 von Montag, 9. Februar an, auch in der Innenstadt Sprengarbeiten vornehmen. Damit soll der Bautunnel, der bisher neben dem Wagenburgtunnel mit Baggern auf 160 Meter Länge und bis auf 50 Meter Tiefe vorangetrieben wurde, fortgeführt werden. Gesprengt wird zwischen 7 und 20 Uhr.

Sprengstoff zum Tunnelbau hat die Bahn bereits in Wangen und beim Fildertunnel eingesetzt. Auf der Strecke Wendlingen-Ulm wird für den Tunnel Widderstall, den Albabstiegstunnel und für einen Tunnel beim Hauptbahnhof Ulm gesprengt. Das Verfahren ist genehmigt und üblich, wenn Bagger allein wegen der Gesteinshärte nicht mehr voran kommen, es beunruhigt aber regelmäßig die Anwohner. „Beeinträchtigungen lassen sich nicht gänzlich ausschließen“, schreibt die Bahn in einem Faltblatt an die Haushalte. Gemeint sind Erschütterungen und Lärm, für die es Messungen geben soll.

Der Bautunnel wird unter der Kreuzung Kerner- und Werastraße nach links schwenken. An jener Stelle sollen dann ein so genanntes Verzweigungsbauwerk für die eigentlichen Bahntunnel errichtet werden. Dort werden die vom Tiefbahnhof kommenden Züge entweder zum Fildertunnel in Richtung Flughafen oder in den Tunnel in Richtung Ober- und Untertürkheim abbiegen.

Das abgesprengte Gestein wird wie bisher mit Lastwagen abgefahren, soll später aber mit Hilfe des Transportbandes über die B 14 in den Schlossgarten befördert, dort auf Lastwagen umgeladen und über die Baustraße am Hauptbahnhof zu Zügen im Nordbahnhof gebracht werden. Die Baustraße ist allerdings noch nicht komplett fertiggestellt.

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