Auf der Baustelle für den Tiefbahnhof wird weiter gebaggert Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Der Personalwechsel auch in gehobenen Positionen bleibt beim Bahnprojekt Stuttgart 21 eine beständige Größe. Zwei Abschnittsleiter sind vor wenigen Tagen gegangen.

Stuttgart - Das S-21-Kommunikationsbüro teilte am Mittwoch mit, dass Matthias-Walter Schmidt, der für die zentrale Baulogistik in der Innenstadt verantwortlich war, Projekt und Konzern zum 31. Oktober „auf eigenen Wunsch“ verlassen habe. Die Geschäftsführung danke ihm für die gute Zusammenarbeit. Nachfolger sei Wolf-Dieter Tigges. Der arbeite seit 2012 als stellvertretender Projektleiter im Abschnitt 1.1., das ist der Tiefbahnhof.

Doch nicht nur in der Baulogistik gibt es einen Wechsel. Auch der Projektleiter für den neuen Tiefbahnhof, Gerd Maitschke, hat sich von Stuttgart 21 und vom Unternehmen Bahn zum 31. Oktober verabschiedet. Das Kommunikationsbüro teilte diesen Sachverhalt nicht mit, bestätigte ihn aber. „Uns liegen keine weiteren Informationen zu dieser Personalie vor“, sagte Projektsprecher Wolfgang Dietrich.

Maitschke (54), der aus Dresden stammt und an Bahnbauten in Berlin und Leipzig mitwirkte, war im Sommer 2012 nach Stuttgart gekommen und führte für den zentralen S-21-Baustein eine 60 Mitarbeiter zählende Truppe. Erst im September 2014 war er in der S-21-Projektmagazin „Bezug“ vorgestellt worden. Im Internetauftritt hatte er sich so geäußert: „Großprojekte haben ein Eigenleben, die werden nur von Leuten gemacht, die ein bisschen irre sind. Das ist ein besonderer Schlag Menschen, und man erkennt sofort, ob die Leute dazu passen oder nicht.“

Ob Maitschke nicht mehr zum Projekt oder dieses nicht mehr zu ihm passte, ist unklar. Klar ist, dass es beim Tiefbahnhof und der Baulogistik zu teils erheblichen Verzögerungen gekommen ist. Sie sollen aber die für Ende 2021 geplante Fertigstellung nicht gefährden. Aktuell wird für Stuttgart 21 eine wichtige Genehmigung erwartet, mit der der Bau des unter dem Tiefbahnhof verlaufenden Nesenbach-Abwasserkanals begonnen werden kann.

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