Die Firma Eppli hat ihren Sitz am Marktplatz (hier der Blick vom Rathaus Richtung Spielwaren Kurtz). Foto: Stadtarchiv

Mit unserem Projekt „Stuttgart 1942“ werten wir Tausende Bilder aus diesem Jahr aus. Doch wir sind auch an Kunst, Schmuck und Gebrauchsgegenständen interessiert. Wer welche hat, kann sie von Experten des Auktionshauses Eppli begutachten lassen.

Stuttgart - Der Alltag des Jahres 1942 in Stuttgart bildet sich in den 12 000 Bildern ab, die wir für unser Projekt „Stuttgart 1942“ verwerten. Er ist festgehalten in den Geschichten, die uns viele Leser bereits erzählt haben und hoffentlich weiterhin erzählen – per Mail an stuttgart1942@stzn.de oder postalisch (Plieninger Straße 150, 70567 Stuttgart). Und er ist konserviert in den Dingen, die damals in Gebrauch waren: Kunst, Alltagsgegenstände, Familienstücke. Sie machen dieses Jahr 1942 im wahrsten Sinne des Wortes greifbar.

Wir sind überzeugt, dass etliche dieser Stücke den Krieg und die Jahrzehnte überdauert haben – und würden uns freuen, wenn Sie, liebe Leserinnen und Leser, uns diese Stücke zeigen und Ihre Geschichte dazu erzählen würden. Wichtig ist dabei auch eine fachkundige Einschätzung zu den Gegenständen aus dieser Zeit geht. Deshalb kooperieren wir für diesen Teil unseres Geschichtsprojekts mit dem Stuttgarter Auktionshaus Eppli.

Termin: 19. Mai, 12 bis 17 Uhr

Am Dienstag, 19. Mai lädt der Chef des Auktionshauses, Franz Eppli, in seine Dependance am Stuttgarter Marktplatz ein (Adresse: Marktplatz 6, Stuttgart-Mitte). Unter dem fachkundigen Blick einer Kunsthistorikerin können Besucher ihre Stücke begutachten lassen. „Das müssen keine Kronjuwelen sein“, sagt Eppli. Stattdessen gehe es um ganz normale Gegenstände aus der Zeit aus oder um 1942: „Das können Fotos sein, Feldpostbriefe und Urkunden, Fahrkarten und Rechnungen, Werbebroschüren und Gebrauchsgegenstände – aber auch Gemälde, Kunst und Luxusartikel“.

Dass im Krieg kaum jemand Zeit und Mittel für solche teuren Dinge besaß, ist selbstredend. Und doch „gab es beispielsweise beim Schmuck in dieser Zeit einen bestimmten, eigenständigen Stil“, sagt Eppli. Solche Stücke tauchen nur selten in Auktionen auf. Entsprechend begehrt sind sie bei Sammlern.

Am 19. Mai geht es aber weniger um „Bares für Rares“ – sondern um Gegenstände und ihre Geschichten. Franz Eppli bittet nicht zuletzt wegen der notwendigen Hygienemaßnahmen in Coronazeiten um vorherige Terminvereinbarung unter der Telefonnummer 0711 997 008 100. Termine sind zwischen 12 und 17 Uhr im 30-Minuten-Takt möglich. Besucher melden sich am Empfang und werden dann in den vierten Stock zum Gespräch gebeten – so werden die Hygieneregeln sicher eingehalten.

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