In Galway (Irland) fährt ein Auto über einen überschwemmten Parkplatz. Foto: PA Wire

In Deutschland tobt Sturmtief „Burglind“, während Sturm „Eleanor“ in Irland, Großbritannien und Frankreich wütet. Teilweise ist der Luftverkehr eingestellt. Viele Haushalte sind ohne Strom.

Paris - Nicht nur in Deutschland, auch in Irland, Großbritannien und Frankreich stürmt es. Sturm „Eleanor“ hat hier erheblichen Schaden angerichtet.

Lesen Sie hier die aktuellen Entwicklungen zu Sturm „Burglind“ in Deutschland in unserem Newsblog.

Wie die BBC berichtete, wurde ein Mann in Wales verletzt, als ein Baum auf sein Auto stürzte. Mehr als 12 000 Haushalte in Nordirland waren vorübergehend von der Stromversorgung abgeschnitten. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 155 Stundenkilometern traf der Sturm auf Irland. Dort waren 27 000 Haushalte vorübergehend ohne Strom. In der Küstenstadt Galway im Westen Irlands kam es zu Überschwemmungen.

In Frankreich hat Sturm „Eleanor“ Stromausfälle in 200 000 Haushalten verursacht. Betroffen war am Mittwochvormittag vor allem der Norden und Nordosten des Landes von der Normandie bis nach Lothringen, wie der Netzbetreiber Enedis mitteilte.

Sturm mit Geschwindigkeiten bis zu 147 Stundenkilometer

2000 Mitarbeiter seien im Einsatz, um die Versorgung wieder herzustellen. Auch im regionalen Zugverkehr kam es zu Beeinträchtigungen. Unter anderem wurde der Regionalverkehr im Elsass als Vorsichtsmaßnahme eingestellt, wie eine Sprecherin des Bahnkonzerns SNCF sagte. Die TGV-Fernzüge fuhren aber normal.

An der nordfranzösischen Küste wurden beim Sturm „Eleanor“ nach Angaben des Wetterdienstes Météo-France Windgeschwindigkeiten von mehr als 120 Stundenkilometern gemessen. Im Landesinneren erreichte der Wind in Cambrai südlich von Lille sogar 147 Stundenkilometer. Erst am Montag hatte ein Sturm Schäden an der französischen Atlantikküste angerichtet und Zehntausende Haushalte zeitweise vom Strom abgeschnitten.

Flugverkehr an Flughäfen Basel-Mulhouse-Freiburg und Straßburg eingestellt

Das stürmische Wetter hat auch den Verkehr am Flughafen Basel-Mulhouse-Freiburg im Elsass beeinträchtigt. Er sei am Mittwochvormittag kurzzeitig eingestellt worden, sagte ein Sprecher der französischen Luftfahrtbehörde DGAC am Mittwochvormittag, Grund waren starke Windböen. Am Mittag hieß es aber bereits, die schlechten Wetterbedingungen seien vorbei: „Rückkehr zur Normalität“, so der Sprecher.

Die Sprecherin des französisch-schweizerischen Flughafens Basel-Mulhouse-Freiburg sagte, dass in diesem Zeitraum nur ein Flug umgeleitet worden sei. Insgesamt wurden bis zum Mittag fünf Flüge umgeleitet und sechs gestrichen. „Der Flughafen ist offen“, versicherte sie. Er liegt auf französischem Staatsgebiet in der Nähe der Grenze zu Baden-Württemberg und wickelt nach Angaben auf seiner Webseite rund 100 bis 120 Flüge pro Tag ab.

Laut DGAC war auch am deutlich kleineren Flughafen Straßburg kurzzeitig der Luftverkehr gestoppt, allerdings war bei der Pressestelle des Airports nichts davon bekannt. Es gebe keine Auswirkungen des Sturms, hieß es.

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