Der Ungar Martin Adam hier im Duell mit VfB-Spieler Leonidas Stergiou. Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

Der Ungar Martin Adam ist eine imposante Erscheinung. Davon kann sich auch die DFB-Elf im nächsten EM-Duell ein Bild machen. Der Sturm-Bulle verzückt das Netz.

Der ungarische Stürmer Martin Adam hat das Zeug zum Fan-Liebling dieser Fußball-EM. Davon können sich die deutschen Anhänger im zweiten Gruppenspiel am Mittwoch (18.00 Uhr/ARD und MagentaTV) in Stuttgart gegen Deutschland ein Bild machen. Der Angreifer von Ulsan FC aus Südkorea hat beim verpatzten Auftakt gegen die Schweiz (1:3) zwar nur elf Minuten als Einwechselspieler auf dem Rasen verbracht, aber alleine seine Erscheinung beeindruckte.

Adam sehe so aus wie einer dieser Darsteller aus einem Wikinger-Film, meinte ein User auf der Online-Plattform X über den bulligen, bärtigen und tätowierten Stürmer. Über witzige Reaktionen zu seiner Person könne er lachen, meinte Adam im Anschluss.

Bodyshaming - also die Abwertung eines Menschen aufgrund von Äußerlichkeiten - ist für den 29-Jährigen kein Thema. „Ich wurde so geboren, das ist meine Statur“, sagte Adam, Typ Brecher im Sturm. „Ich kann an den Genen nichts ändern.“ Body Positivity ist bei Adam angesagt, also die Einstellung, dass sein Körper schön sei, auch wenn er gesellschaftlich definierten Schönheitsidealen vielleicht nicht entspricht.

Adam und der Schweizer Xhaka. Foto: www.imago-images.de/IMAGO/Anke Waelischmiller/SVEN SIMON

Bei der vergangenen EM, die auch in Ungarn ausgetragen wurde, war Adam noch nicht für Marco Rossis Mannschaft dabei. Er wisse aber, was er zu der Zeit gemacht habe, sieht man ihn in einem Video verschmitzt erzählen. „Ich war zu Hause und habe Bier getrunken.“