Theresia Bauer – hier zu Besuch bei der HFT Stuttgart – will weniger Studienabbrecher im Land. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko/Lichtgut/Max Kovalenko

Baden-Württemberg will die Abbrecherquote im Studium auf 15 Prozent senken. Das Projekt zielt vor allem auf sogenannte Mint-Fächer ab – also im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, sowie das Lehramt.

Stuttgart - Baden-Württemberg will die Abbrecherquote im Studium auf 15 Prozent senken. „Zehn bis 20 Prozent Schwund sind tragbar - knapp unter zehn Prozent ist gut - insgesamt sollten wir die 15-Prozent-Marke anpeilen“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) dem „Handelsblatt“. Das gelte auf jeden Fall für Studiengänge wie den Ingenieur- und Naturwissenschaften, wo der Fachkräftemangel besonders groß sei.

Das mit zehn Millionen Euro dotierte Projekt zielt vor allem auf sogenannte Mint-Fächer ab – also im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, sowie das Lehramt. Aber auch Psychologie, Pharmazie und Medizin stehen im Fokus.

28 Prozent Abbrecher an den Universitäten

Mit diversen Auswahlgesprächen, Tests und Beratung sollen Universitäten und Fachhochschulen den Schwund an Studierenden bekämpfen - sie also entweder wegen mangelnder Eignung oder Motivation gar nicht erst aufnehmen oder sie so begleiten, dass sie einen Abschluss schaffen.

Zuletzt betrug der sogenannte Schwund - also die echten Abbrecher plus Abwanderer in andere Fächer oder an andere Hochschulen - in Baden-Württemberg im Bachelor-Studium demnach 19 Prozent. Besonders hoch war er mit 28 Prozent an den Universitäten. An den Fachhochschulen waren es nur 13 Prozent. Landesweit beteiligen sich dem Bericht zufolge alle neun Universitäten und rund die Hälfte der Fachhochschulen. In zwei Jahren will Bauer Zwischenbilanz ziehen und die Ergebnisse allen Hochschulen zur Verfügung stellen.

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