Homo technicus: Der Mensch stammt tatsächlich vom Affen ab. Sein gebeugter Gang belegt dies eindeutig. In unserer Bildergalerie haben wir einige besondere Kandidaten des Darwin-Awards zusammengestellt. Foto: Fotolia

Der Darwin Award“ und andere Skurrilitäten: Eine Studie im „British Medical Journal“ belegt, was Frauen schon immer wussten: Männer tun Idiotische Dinge und bringen sich damit mitunter in Lebensgefahr.

Stuttgart - Kennen sie Charles Darwin? Genau. Den Vater der Evolutionstheorie, der herausfand, dass der Mensch vom Affen abstammt. Der nach ihm benannte Satirepreis „Darwin Award“ wird seit 1994 verliegen. Preisträger sind nicht etwa Intelligenzbestien wie beim Nobelpreis, sondern Menschen, die sich auf besonders dumme Weise versehentlich selbst eliminiert haben. Der Preis wird selbstredend posthum verliehen.

Die Geehrten beider Preise haben allerdings eines gemeinsam: Sowohl das Physik-Genie Albert Einstein wie auch der größte Idiot haben, wie schon Darwin herausfand, gemeinsame Vorfahren mit den Affen. Wobei die armen Affen nichts für menschliche Idiotie können.

Endlich wissenschaftlich belegt: Männer sind „Vollpfosten“

Das seriöse Wissenschaftsblatt „British Medical Journal“ präsentiert jedes Mal zum Jahresende Studien mit skurriler oder humorvoller Note. In diesem Jahr ging es unter anderem um die „Theorie vom männlichen Idioten“. Die These: Männer sind Idioten und machen idiotische Sachen. Wer sich das bisher nur im Stillen zu denken getraut hat, darf sich jetzt wissenschaftlicher Beweise erfreuen.

Doch stimmt die These auch wirklich? Sind Männer tatsächlich Idioten? Die britischen Wissenschaftler haben sich alle für den „Darwin Award“ Nominierten von 1995 bis 2014 akribisch angeschaut. 332 der beschriebenen Fälle waren unabhängig begutachtet und bestätigt worden. 14 Nominierungen gingen an Männer und Frauen gleichzeitig – meist Paare, denen sexuelle Abenteuerlust zum Verhängnis geworden war. Sie schieden aus der Untersuchung aus. Von den verbleibenden 318 Fällen betrafen 282 Männer und nur 36 Frauen. Der Unterschied sei statistisch hoch signifikant, schreiben die Forscher.

„Darwin Award“: Fast alle Geehrten sind Männer

Die Wissenschaftler haben nämlich errechnet, dass der überwiegende Teil der „Darwin-Award“-Träger männlich ist. Ihre Studie stütze die „Theorie von den männlichen Idioten“, schreiben die Forscher um John Dudley Isaacs, Direktor des Institute of Cellular Medicine im britischen Newcastle im angesehenen „British Medical Journal“.

Eigentlich sollte man in Trauer versinken, wenn man vom tragischen Tod eines Menschen erfährt. Nicht so die amerikanischen Macher des „Darwin-Awards“ (ursprünglich Biologiestudenten der amerikanischen Stanford University in Kalifornien) , von dem es auch einen deutschen Ableger gibt.

www.darwinawards.com: Pietätslos oder humorvoll?

Auf der Homepage des amerikanischen Originals (www.darwinawards.com) ist (in deutscher Übersetzung) zu lesen: „Wir erweisen der Hypothese von Charles Darwin Ehre, indem wir jährlich ‚Darwin Awards‘ an jene (Reste von) Individuen verleihen, die alles dabei gegeben haben, unseren Genpool zu verbessern. Wir applaudieren jenen, die das ultimative Opfer erbracht haben und sich selbst in außergewöhnlichster und dümmster Art und Weise aus unserer Spezies verabschiedeten.“

„Homo sapiens“: Kann das wirklich stimmen?

Der wissenschaftlich korrekte Name des anatomisch modernen Menschen – der einzigen heute noch lebenden Art der Gattung Homo (Mensch) – lautet: „Homo sapiens“ - lateinisch für „der weise Mensch“. Nach der biologischen Systematik ist er ein höheres Säugetier aus der Ordnung der Primaten. Er gehört zur Unterordnung der Trockennasenaffen (Haplorrhini) und dort zur Familie der Menschenaffen (Hominidae) – wie übrigens auch Gorillas, Orang-Utans und Schimpansen. Der Name „Homo sapiens“ wurde 1758 vom schwedischen Naturforscher Carl von Linné in der zehnten Auflage seines Werks „Systema Naturae“ geprägt.

Doch obacht! Wenn von knapp acht Milliarden Menschen auf diesem Planeten gut die Hälfte männlich ist, gleichzeitig aber die Theorie vom „männlichen Idioten“ (landläufig auch als Depp, Trottel, Vollpfosten oder Schwachkopf tituliert) stimmt, wie kann dann der „Homo“ ein „sapiens“ sein? Hat die Bibel doch recht, wenn sie sagt, dass der Mensch nicht vom Affen abstammt, sondern von Gott aus Lehm geformt wurde? Lassen sich Evolutionstheorie und Schöpfungsglaube doch miteinander versöhnen?

Adam stammt aus Evas Rippe – und nicht umgekehrt

Wenn man die Erzählung von Adam und Eva im ersten Buch der Bibel („Genesis“, Kapitel 2 bis 5) etwas umschreibt, könnte dies gelingen: Demnach wäre nicht Eva aus der Rippe Adams, sondern umgekehrt Adam aus der Rippe Evas erschaffen worden. Evas intelligentere Gene hätten sich folglich in der Evolution durchgesetzt, so dass aus der Gattung „Australopithecus“ der Tribus der „Homino sapiens“ werden konnte.

Unsere Top Ten der „Darwin Awards“

Nach der wissenschaftlichen Vorgeschichte des „Darwin Awards“ nun unsere (nicht repräsentative) Top Ten der männlichen Preisträger – aufgelistet in der Bildergalerie.

„Quod erat demonstrandum“

„Quod erat demonstrandum“ (lateinisch für: was zu zeigen war): Die Ergebnisse der britischen Forscher decken sich tatsächlich mit der „Theorie von den männlichen Idioten“ der „Darwin Awards“. Diese besagt – wissenschaftlich gesprochen –, dass der Grund für die erhöhte Risikobereitschaft von Männern, ihre höhere Sterblichkeit bei Unfällen sowie ihre häufigere Einlieferung in Notaufnahmen ist, dass sie schlicht Idioten sind und Idioten eben idiotische Sachen machen.

Es sei verwirrend, dass Männer bereit sind, derart unnötige Risiken auf sich zu nehmen – als Mutprobe, um ihr Ansehen zu verbessern oder einfach, um anzugeben, schreiben die britischen Forscher in ihrer Studie zum „Darwin Award“. Derweil betonen die Herausgeber des „British Medical Journal“, die Artikel der diesjährigen Weihnachtsausgabe seien zwar skurril und etwas sarkastisch, aber dennoch wie sonst auch üblich von Fachkollegen geprüft, beurteilt und für gut befunden. Es seien mithin echte wissenschaftliche Arbeiten.

Männer sind also doch Idioten!

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