Auch in den kommenden Jahren sollen die Mieten weiter steigen. (Symbolbild) Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Die Mieten von Bestandswohnungen in Deutschland klettern Anfang 2021 stark nach oben. Laut einer Studie sind die Preise so stark gestiegen wie seit fünf Jahren nicht mehr.

Berlin - Anfang 2021 sind die Mieten von Bestandwohnungen deutschlandweit einer Studie zufolge so stark gestiegen wie seit fünf Jahren nicht mehr. Von Januar bis März zogen die Angebotspreise um 1,8 Prozent zum Vorquartal auf 7,18 Euro pro Quadratmeter an, wie am Donnerstag aus einer Studie der Online-Plattform ImmoScout24 hervorgeht. Dies sei binnen Jahresfrist ein Plus von drei Prozent.

Mieten in Neubauwohnungen kletterten mit 2,1 Prozent im Quartal und 5,3 Prozent auf Jahressicht noch stärker auf 9,58 Euro. „Deutschlandweit übersteigt die Nachfrage nach Mietwohnungen das Angebot deutlich“, sagte ImmoScout24-Chef Thomas Schroeter. Er erwarte, dass die Mietpreise für Bestandswohnungen in den nächsten zwölf Monaten im Schnitt um 2,5 Prozent und im Neubausegment sogar um 4,3 Prozent steigen.

Mehr Mietwohnungen – aber auch höhere Mieten

Das Angebot an Berliner Mietwohnungen stieg laut Studie seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Mietendeckel um 8,6 Prozent und auch die Mieten zogen an. Die Richter hatten das Gesetz zur Mietenbegrenzung im Wohnungswesen am 15. April für verfassungswidrig erklärt.

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Seit der Gerichtsentscheidung stieg das Angebot für Mietwohnungen mit Fertigstellung vor 2014 bis Ende April um bis zu 20 Prozent. Knapp drei Wochen nach dem Urteil lag es am 3. Mai um 8,6 Prozent über dem Niveau des 15. April. Die Angebotsmieten für das zuvor Mietendeckel-relevante Segment stiegen seit dem Urteil im Durchschnitt um 90 Cent pro Quadratmeter. Dies entspricht laut Immoscout24 einer Preiserhöhung um sieben Prozent.

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