Laut der Studie hat das Körpergewicht der Deutschen seit Einführung der Eindämmungsmaßnahmen zugenommen. (Symbolfoto) Foto: imago images/Westend61

Laut einer Studie des Robert Koch-Instituts haben die Menschen in Deutschland nach dem Lockdown im Frühjahr mehr gewogen als zuvor. Die Ergebnisse stammen aus einer bundesweiten telefonischen Befragung der Bevölkerung.

Berlin - Nach dem Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie im Frühjahr haben die Menschen in Deutschland laut einer Studie des Robert Koch-Instituts (RKI) mehr gewogen als zuvor. „Körpergewicht und Body Mass Index (BMI) haben seit Einführung der Eindämmungsmaßnahmen zugenommen“, schreiben die Autoren der am Mittwoch veröffentlichten Analyse. Möglicherweise hätten sich die Eindämmungsmaßnahmen auf das Ernährungs- und Bewegungsverhalten ausgewirkt, hieß es.

Das mittlere Körpergewicht habe im Zeitraum April bis August 2019 bei 77,1 Kilo gelegen, im gleichen Zeitraum dieses Jahres bei 78,2 Kilo. Der mittlere BMI stieg laut Studie von 25,9 im April bis August 2019 auf 26,4 im Vergleichszeitraum 2020. Der BMI wird aus Körpergröße und -gewicht berechnet und gilt als Indikator für Übergewicht und Adipositas.

Ergebnisse aus telefonischer Befragung

Die Ergebnisse kommen aus einer bundesweiten telefonischen Befragung der Bevölkerung ab 15 Jahren zwischen April 2019 und September 2020. Dabei sollten die rund 23 000 Teilnehmer auch ihre Größe und ihr Gewicht nennen.

Auch andere Gesundheitsaspekte wurden untersucht. „Keine Unterschiede zeigten sich in der Allgemeinbevölkerung bei der depressiven Symptomatik sowie der erhaltenen und geleisteten Unterstützung im Haushalt“, hieß es. Insgesamt sei kein einheitliches Bild zu erkennen. Nötig seien weiterführende Untersuchungen.

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