Stromversorgung Ringen um Details bei den Stadtwerken

Von Konstantin Schwarz 

Der Stuttgarter Gemeinderat will die Versorgungsnetze von der EnBW zurückkaufen. Foto: dpa (Symbolbild)
Der Stuttgarter Gemeinderat will die Versorgungsnetze von der EnBW zurückkaufen. Foto: dpa (Symbolbild)

Der Stuttgarter Gemeinderat wird am Donnerstag die Gründung eines neuen Stadtwerks beschließen.

Stuttgart - Der Gemeinderat wird am Donnerstag die Gründung eines neuen Stadtwerks beschließen. Ziel ist der Rückkauf aller Versorgungsnetze von der Energie Baden-Württemberg und der Aufbau einer ökologischen Energierzeugung.

Im Grundsatz sind sich alle Fraktionen des Gemeinderats einig. Im Detail differieren die Meinungen dennoch. Alle Fraktionen haben sich geeinigt, bei den Verhandlungen mit der EnBW zum Netze-Rückkauf zusammen mit OB Wolfgang Schuster und Finanzbürgermeister Michael Föll (beide CDU) am Tisch zu sitzen. Das Stadtwerk soll neben der Ökokomponente auch Geld liefern, zum Beispiel um die Verluste der Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) auszugleichen. Der Neztkauf wird über 620Millionen Euro Rücklagen finanziert.

"Keine Beteiligung für EnBW"

Den absehbaren Gemeinderats-Beschluss nimmt die Gewerkschaft Verdi zum Anlass, um mit einer Demonstration auf dem Marktplatz (voraussichtlich um 15 Uhr, der Gemeinderat tagt ab 16.30 Uhr) auf die Arbeitsplätze bei der EnBW hinzuweisen. Die Übernahme von Konzernbeschäftigten in ein neues Stadtwerk ist keineswegs besprochen. EnBW zahlt höhere Tarife als die Stadt.

Von den Stadtwerke-Initiatoren, das sind Bürgerinitiativen, die zunächst vor allem den Rückkauf des Wassernetzes gefordert hatten, werden die Pläne kritisiert. "Die Gemeinderatsvorlage öffnet der EnBW bei der Stadt Tür und Tor", sagt Sprecherin Barbara Kern. Die EnBW müsse aber draußen gehalten werden, dürfe keine Beteiligung am Stuttgarter Stadtwerk erlangen.

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