Bei der Suche nach günstigen Stromanbietern sollte man sich nicht allein auf die Ergebnisse der Vergleichsportale verlassen. Foto: Pixabay

Jeder kennt es, schnell benötigt man einen Überblick zu aktuellen Angeboten und weiß nicht sofort welches Produkt das passende ist. Praktisch sind Vergleichsportale, die seit einigen Jahren sehr beliebt sind und schnell Informationen liefern. Doch hier liegt die Krux – Vergleichsportale liefern nicht immer eine neutrale Übersicht.

Aktuell befasste sich eine Studie des Bundeskartellamtes mit diesem Thema. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass Vergleichsportale nicht immer neutral informieren. Dies ermittelte eine sogenannte Sektoruntersuchung des Bundeskartellamtes. Besonders im Energiemarkt ist die Nutzung dieser Portale weit verbreitet.

Schleichwerbung und mangelnde Transparenz auf Vergleichsportalen

Verbraucherschädigend und oft irreführend informiert, lautete ein Ergebnis der Studie. Bei den Portalen komme es, laut der Untersuchung, auch zu Transparenzverstößen und dem Einsatz von Schleichwerbung. Für Verbraucher wird es zunehmend schwieriger zu erkennen welche Angebote durch Provisionen im Ranking oben stehen und welche durch die Preisanteile an vorderer Stelle stehen müssten.

Wer zahlt schneidet besser ab

Es kommt vor, dass günstige Angebote teilweise oder gar nicht berücksichtigt werden, weil sie keine Provision bezahlen. Die Verbraucherzentralen reklamieren dies seit längerer Zeit und begrüßen die Studie des Bundeskartellamtes. Sie empfehlen daher nicht auf ein Vergleichsportal zu setzen, sondern die Anbieter eigenständig zu vergleichen. Das Bundeskartellamt hat um Stellungnahmen der Marktteilnehmer gebeten. Nach Auswertung soll das Ergebnis der Studie im Anschluss veröffentlicht werden.

Selbst sind der Mann und die Frau

Aus diesem Grund raten die Stadtwerke Bietigheim-Bissingen ihren Kunden, selbst Preisbestandteile zu vergleichen und genau hinzusehen, sollte es Boni und Rabatte geben. Diese werden oftmals nur bei Verlängerung des Vertrages in Abzug gebracht und somit bei Kündigung des Vertrages nicht ausbezahlt, wie zuvor in der Vergleichsrechnung ausgewiesen. Zudem spielen beim Vergleich alle Parameter wie Abnahme, Vertragsdauer und Preisbestandteile eine wichtige Rolle – schließlich möchte man keine Äpfel mit Birnen vergleichen.

Veröffentlichungen dazu finden Sie auf der Seite des Bundeskartellamtes und der Verbraucherzentrale.

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