Die Fronten in puncto Rappenbaum sind verhärtet, nun soll es wieder Gespräche geben. Foto: Eibner-Pressefoto/Roger Bürke

Im Zweckverband Rappenbaum knirschte es zuletzt gewaltig. Jetzt ist auf Ende Juni ein Spitzengespräch angesetzt.

In den Streit um die Zukunft des Rappenbaum-Hallenbads könnte Bewegung kommen. Die letzte Gemeinderatssitzung des aktuellen Gremiums nutzte der Freie-Wähler-Stadtrat Arthur Bamberger für einen Weckruf in Richtung der Verwaltungsbank. „In Dagersheim macht sich zunehmend Verunsicherung breit, wie es mit dem Bad weitergeht“, sagte er. Hintergrund ist ein ungelöster Konflikt über den Fortbestand des Bades und der Grundschule.

 

Im gemeinsamen Zweckverband konnten sich Böblingen und Sindelfingen nicht auf eine gemeinsame Linie verständigen, sodass bereits vom Bund zugesicherte Fördermittel in Millionenhöhe mangels Konzept nicht abgerufen wurden – und ersatzlos verfielen. Die Böblinger Bundestagsabgeordnete Jasmina Hostert (SPD) hatte sich in Berlin dafür stark gemacht und reagierte entsprechend verschnupft, dass die Städte dies ungenutzt verstreichen ließen. Beide Seiten belegten sich daraufhin mit Schuldzuweisungen.

Liste mit Unterschriften überreicht

In der Sitzung am Mittwoch überreichte Arthur Bamberger dem Böblinger OB Stefan Belz (Grüne) eine Liste mit Unterschriften, die die Freien Wähler in Dagersheim für den Bestand des Bades gesammelt hatten. Daraufhin ließ Stefan Belz wissen, er habe noch einmal einen Brief an seinen Sindelfinger Amtskollegen Bernd Vöhringer (CDU) verfasst und auch schon Antwort erhalten. Belz: „Auf Ende Juni ist ein Spitzengespräch angesetzt gemeinsam mit den beiden Ersten Bürgermeistern.“ Er sei zuversichtlich, dass man dabei gemeinsam nach vorne blicken werde im Sinne einer Lösung des Konflikts.