Streit um vermeintliches Coca-Cola-Plakat Pepsi will sich von AfD nicht vereinnahmen lassen

Von Sascha Maier 

Pepsi ist über diese Plakatmontage, die sozialen Netzen kursiert, überhaupt nicht erfreut. Foto: Screenshot/Twitter
Pepsi ist über diese Plakatmontage, die sozialen Netzen kursiert, überhaupt nicht erfreut. Foto: Screenshot/Twitter

Die AfD ruft mit einer Plakatmontage zum Boykott von Coca Cola auf, nachdem der Konzern eine Aktivistenkampagne gegen die Partei guthieß. Der Schuss geht womöglich nach hinten los.

Neu-Isenburg - Ein Konter, der womöglich teuer wird: Die AfD hat eine Fotomontage auf diversen Kanälen sozialer Netzwerke geteilt, die ein Plakat mit Pepsi-Logo zeigt, die mit dem Satz „Für eine besinnliche Zeit: Sag ja zur AfD!“ überschrieben ist. Dieses ist als Reaktion auf den Pepsi-Wettbewerber Coca Cola zu verstehen, der ein ganz ähnlich aufgemachtes Plakat mit genau dem gegenteiligen Inhalt zwar nicht produziert, aber gutgeheißen hatte. Nun scheint auch Pepsi nicht sehr erpicht zu sein, in das politische Fahrwasser der AfD zu geraten und prüft rechtliche Schritte.

Nicht nur dieses Bild, sondern auch auch die Reaktion von Coca Cola Deutschland sorgte bei der AfD für Ärger:

AfD-Verbände und AfD-Politiker haben das Bild hundertfach geteilt. Hiernach sah sich Pepsi veranlasst, ein Statement auf Facebook abzugeben. Darin distanziert sich Pepsi Deutschland mit Sitz in Neu-Isenburg von der „parteipolitischen Vereinnahmung“ und stellt klar, nicht die Urheberin der Fotomontage zu sein. Weiter werde die Firma rechtliche Schritte wegen der Verletzung der Markenrechte durch die Verwendung des Pepsi-Logos prüfen, was teuer werden könnte.

Ein Sprecherin des Unternehmens bestätigt gegenüber unserer Zeitung, dass das Facebook-Statement den aktuellen Stand der Dinge darstellt. Die Pepsi-Rechtsabteilung beschäftige sich aus gegebenem Anlass auch mit anderen Fällen von Urheberrechtsverletzungen, die die Getränkemarke mit der AfD in Verbindung bringen.

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