Die A 81 bei Böblingen und Sindelfingen soll so bald wie möglich sechsspurig ausgebaut werden. Foto: factum/Bach

Um den Ausbau der Autobahn 81 nicht noch weiter zu verzögern, sollte die Initiative Leise A 81 einlenken und den nun vorgesehenen Lärmschutz akzeptieren.

Böblingen - Ein optimaler Lärmschutz, den die Initiative Leise A 81 fordert, ist das eine. Im Kern geht es dabei nur um einen kleinen Teil der etwa 10 000 Menschen, die an der Strecke wohnen. Sie sollen nachts höhere Lärmwerte erdulden als gesetzlich erlaubt – ein bis zwei Dezibel. Das andere jedoch ist der längst überfällige Ausbau der A 81. Hier geht es immerhin um mehr als 100 000 Autofahrer täglich, die oft im Stau stehen – und dabei zwangsläufig die Luft verpesten.

Die Betroffenen erhalten Schallschutzfenster

Schon seit mehr als zehn Jahren soll Abhilfe geschaffen werden. Nach langem Hin und Her beteiligt sich der Bund an einem 850-Meter-Lärmschutzdeckel und bezahlt drei Kilometer Lärmschutzwände. Wenn die Planer nun einen weniger schallschluckenden Fahrbahnbelag vorsehen, der langfristig weniger Kosten verursacht, und zudem mehr Sorgfalt beim Artenschutz an den Tag legen, sollte dies die streitbaren Bürger dazu veranlassen, die Kröte mit den leicht überhöhten Lärmwerten zu schlucken – sie erhalten Schallschutzfenster. Der Ausbau der Trasse soll schließlich so bald wie möglich beginnen. Damit die Staus vielleicht im Jahr 2025 ein Ende haben.

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