An diesem Mittwoch wird kein Müll entsorgt. Foto: Andreas Rosar Fotoagentur-Stuttg

Gewerkschaft Verdi ruft für diesen Mittwoch zum Warnstreik auf. Betroffen ist davon auch die Müllabfuhr.

Stuttgart - Die Mülltonnen, Mülleimer und Wertstofftonnen in Stuttgart werden an diesem Mittwoch nicht geleert – wenn die Gewerkschaft Verdi recht behält. Am Dienstag vermeldete sie, die Mitarbeiter von Müllabfuhr, Straßenreinigung und Wertstoffhöfen in Stuttgart seien zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. „Dieser Streik wird die Abfallwirtschaft Stuttgart zum Erliegen bringen. Der Müll wird an diesem Tag nicht abgeholt“, kündigte der zuständige Verdi-Gewerkschaftssekretär Jakob Becker an.

In den Beschäftigten koche es, sagte Becker. Der Unmut sei so groß, weil die Arbeitgeber nicht einmal in der zweiten Verhandlungsrunde über die Vergütungen im öffentlichen Dienst ein Angebot vorgelegt hätten. Dabei würden die Steuereinnahmen üppig sprudeln. Gerade für die Müllwerker sei der Mindestbetrag von 200 Euro mehr wichtig, den Verdi fordert. Generell verlangt die Gewerkschaft ein Gehaltsplus von 6,0 Prozent, weil die Lohnentwicklung in den vergangenen Jahren hinter der bei Privatunternehmen zurückgeblieben sei. Die Streikbereitschaft sei zurzeit „weit höher“ als in den vergangenen Jahren. Daher glaubt Becker, dass am Mittwoch „kaum ein Müllauto fährt“.

Gewerkschaft verlangt sechs Prozent mehr Gehalt

Der für die AWS zuständige Technik-Bürgermeister Dirk Thürnau (SPD) sagte unserer Zeitung zwar, sollte es zu Ausfällen kommen, würden diese Touren nachgeholt. Verdi-Mann Becker glaubt allerdings, dass dies am Donnerstag nicht gänzlich gelingen wird und die Folgen des Warnstreiks erst am Dienstag nach dem Ostermontag wirklich aus der Welt zu schaffen sein werden. Denn am Freitag ist Feiertag, und dass der Personalrat für Samstag Überstunden in der Müllabfuhr genehmigen wird, glaubt Becker nicht. Etwas anders könnte die Lage bei der Straßenreinigung im Stadtzentrum sein. Da sind Schichten am Wochenende üblich und dauerhaft geregelt.

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