Helden- und Heldinnengeschichten der etwas anderen Art: „The Witcher“, „The Marvelous Mrs. Maisel“, „Virgin River“, „Jett“, „Soundtrack“, „Batwoman“ (von links oben im Uhrzeigersinn) Foto: Netflix

Netflix schickt einen möglichen „Game of Thrones“-Nachfolger ins Rennen, Bruce Waynes Cousine versucht sich als Batwoman und die fabelhafte Mrs. Maisel kehrt zurück: unsere Streaming-Tipps für Dezember.

Stuttgart - Zauberer und Superheldinnen, Vampire und Meisterdiebinnen: Wir stellen die zehn interessantesten Neuerscheinung vor, die im Dezember bei Streamingdiensten wie Netflix, Amazon oder Apple TV+ und im Pay-TV starten.

The Witcher

Verzweifelt suchen alle nach dem nächsten „Game of Thrones“. Der Streamingdienst Netflix schickt jetzt einen vielversprechenden Bewerber ins Rennen. Andrzej Sapkowskis Hexer-Romane waren schon in der Videospiel­adaption „The Witcher“ wegen der spektakulären Optik und der Erzähltiefe ein Hit. In der mittelalterlichen Fantasystory dreht sich alles um den Hexer und Monsterjäger Geralt von Riva. In der Serienfassung, von der Netflix bereits eine zweite Staffel bestellt hat, spielt Henry Cavill, der zuletzt im Kino Superman war, den Titelhelden. Netflix, 20. Dezember

Virgin River

Mel Monroe flieht nach dem Tod ihres Ehemanns aus der Großstadt und zieht ins idyllische Virgin River. Mit den romantischen Verwicklungen dort hat Roby Carr bereits 18 Bücher der Bestsellerreihe „Virgin ­River“ gefüllt. Dazu, dass sich der ein oder andere Horrorfans in die Krankenschwesternromanze verirrt, könnte aber die Hauptdarstellerin Alexandra Breckenridge beitragen. Die kennt man aus der Zombieserie „The Walking Dead“. Netflix, 6. Dezember

The Marvelous Mrs. Maisel 3

Die wundersamen Abenteuer von Midge Maisel (Rachel Brosnahan), die sich von einer Hausfrau in eine Komikerin und damit in die witzigste Frau in New York City verwandelt, geht weiter. In der dritten Staffeln der mit zig Preisen ausgezeichneten Comedyserie von Amy Sherman-Palladino („Gilmore Girls“) erfährt man, was passiert, wenn Mrs. Maisel mit ihrer Managerin Susie (Alex Borstein) auf Tour geht. Amazon Prime, 6. Dezember

Jett

Diese stilsichere Thrillerserie widmet sich der Meisterdiebin Daisy „Jett“ Kowalsky (Carla Gugino), die gerade aus dem Knast entlassen wurde und eigentlich mit ihrer Tochter ein anständiges Leben führen will. Doch dann taucht ein Typ namens Charlie Baudelaire (Giancarlo Esposito) auf, und das mit der Ehrlichkeit muss warten, bis der nächste Job erledigt ist. Sky, 6. Dezember

Soundtrack

Joshua Safran war als Produzent an der zumeist übersehenen Broadway-Serie „Smash“ beteiligt, die raffiniert Musical und Drama durcheinander brachte. Auf diese Mischung setzt jetzt auch die Serie „Soundtrack“, die vom Leben und Lieben einer wild zusammengewürfelten Gruppe Menschen in Los Angeles erzählt. Netflix, 18. Dezember

V Wars

Blut ist ein besonderer Saft: Und Ian Sommerhalder kommt nicht davon los. Acht Jahre lang war er der Vampir Damon ­Salvatore in der Fantasyserie „Vampire Diaries“. Jetzt wechselt er allerdings die Seite. In einer Welt, in der sich Vampire seuchenartig verbreiten, mimt er den Wissenschaftler Luther Swann, der die Blutsauger-Epidemie aufhalten will. Netflix, 5. Dezember

Batwoman

Und wieder einmal ein Ausflug ins „Batman“-Universum. Diesmal geht es nicht um Batmans Butler (wie in „Pennyworth“ bei Starzplay), sondern um seine Cousine: Nachdem Bruce Wayne spurlos verschwunden ist, beschließt Kate Kane (Ruby Rose) an seiner Stelle ein Fledermauskostüm anzuziehen und die Kriminellen in Gotham das Fürchten zu lehren. Amazon Prime, 20. Dezember

Truth to be told

Es gibt Nachschub für die Abonnenten des neuen Streamingdienstes Apple TV+, die sich bisher mit insgesamt acht selbst produzierten Serien begnügen mussten, von denen bisher vor allem „The Morning Show“ und „Servant“ richtig überzeugte. Das Seriendrama „Truth to be told“ setzt sich kritisch mit den Folgen des Booms der True-Crime-Storys für eine gerechte Strafverfolgung auseinander – in den Hauptrollen sind Octavia Spencer und Aaron Paul zu sehen. Apple TV+, 6. Dezember

Wasteland

Auch wenn gerade alle wieder „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ gucken – die Tschechen können nicht nur Märchen. Die Miniserie „Wasteland“ ist ein Thriller, der als Koproduktion mit HBO Europa entstanden ist und der aus einer trostlosen, ganz und gar nicht märchenhaften Welt berichtet – nämlich aus dem tschechischen Kaff ­Pustina an der Grenze zu Polen, das Platz für den Kohletagebau machen soll. Magenta TV, 5. Dezember

Ramy

Der Stand-up-Comedian Ramy Youssef spielt eine fiktive Version seiner selbst: den Sohn ägyptischer Migranten in New Jersey, der die Regeln des Islam eigenwillig interpretiert, zwar von Alkohol und Drogen die Finger lässt, aber kein Pro­blem mit Sex vor der Ehe hat. Starzplay, 12. Dezember

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: