1980 tritt Franz Josef Strauß an gegen den amtierenden Kanzler Helmut Schmidt (SPD). Foto: Imago/Friedrich Stark

Laschet, Röttgen, Merz – oder vielleicht doch der Söder? Es wäre nicht das erste Mal, dass ein CSU-Politiker versucht, Kanzler zu werden. Ein Rück- und Ausblick auf bajuwarische Kandidaten.

München/Berlin - Macht er’s oder macht er’s nicht? Seit Monaten wird spekuliert, ob Markus Söder ins Rennen um das Kanzleramt einsteigt. Ein Bayer für Deutschland? Und dann auch noch der Söder? Wie konnte das passieren? „Söder hat sich seit seiner Kehrtwende in der Asylpolitik und der Neuerfindung als Baum- und Bienenfreund zu einer Figur der politischen Mitte entwickelt“, sagt Roman Deininger, Reporter der „Süddeutschen Zeitung“ und Autor zweier Bücher über den bayerischen Ministerpräsidenten und die CSU. Corona bescherte dem CSU-Chef, was ihm noch fehlte: „Einen identitätsstiftenden Moment, der ihm Glaubwürdigkeit und das Vertrauen der Leute einbrachte, weil er in einer Situation der Unsicherheit den Ton getroffen hat: energisch, aber nicht panisch.“

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