An der vielbefahrenen Neuen Weinsteige in Stuttgart müssen Stützwände erneuert werden. Aber das Bauunternehmen ist insolvent. Der Weiterbau verzögert sich. Die Behinderungen bleiben.
Auf der Baustelle an der Neuen Weinsteige in Stuttgart herrscht derzeit Stillstand – mit spürbaren Folgen für den Verkehr. Seit Juli vergangenen Jahres ist die viel befahrene Straße auf Höhe der Baustelle verengt, in deren Zuge eine Stützwand und der parallel verlaufende Weg erneuert werden soll. Statt vier stehen nur zwei Fahrspuren zur Verfügung. Entsprechend mühsam schlängeln sich Autos und Radfahrer daran vorbei, vor allem zu den Hauptverkehrszeiten staut es sich regelmäßig.
Nun ist klar: Die Behinderungen werden länger dauern als geplant. Die Arbeiten liegen seit Monaten brach, weil das beauftragte Bauunternehmen insolvent ist. Im Oktober wurde zuletzt gebaut, seit Anfang November wusste die Stadt von den wirtschaftlichen Problemen.
Seither ruht die Baustelle. Nach Angaben der Stadt verzögert sich das Projekt um rund sechs Monate, ein Weiterbau wird frühestens im Frühjahr 2026 erwartet.
Trotz Stillstands bleiben die Sperrungen bestehen. Aus Sicherheitsgründen können die zusätzlichen Fahrspuren nicht freigegeben werden, da Geländer fehlen und provisorische Leitwände als Absturz- und Anprallschutz nötig sind. Für Verkehrsteilnehmer bleibt die Weinsteige damit weiter ein Nadelöhr – und die verwaiste Baustelle ein täglicher Blickfang.