Gute Musik und eine einzigartige Atmosphäre beim Straßenmusikfestival im Blühenden Barock. Klicken Sie sich durch die Bilderstrecke. Foto: factum/Weise

Strengere Sicherheitskontrollen, ein anderes Konzert für die Sieger und viele neue Gesichter auf den Bühnen: beim Straßenmusikfestival im Blüba gibt es in diesem Jahr ein paar Änderungen. Die Stimmung ist am Samstagabend aber wie immer prächtig – und das Wetter spielt mit.

Ludwigsburg - Die gute Nachricht am Samstagabend: das Wetter hält. Kein schweres Gewitter zieht, wie eigentlich angekündigt, über Ludwigsburg hinweg, abgesehen von ein paar kleinen Tropfen bleiben Musiker und Publikum beim Straßenmusikfestival trocken. Und die mindestens genauso gute Nachricht: auch sonst verhindert nichts den ungetrübten Musikspaß. Zwar haben die Veranstalter in diesem Jahr strengere Sicherheitskontrollen eingeführt, der Blick in die Taschen der Besucher führt aber zu keinen allzu langen Schlangen am Einlass. „Wir konzentrieren uns in Absprache mit der Polizei auf gefährliche Gegenstände“, sagt der Blüba-Chef Volker Kugel.

Strengere Sicherheitskontrollen und gutes Wetter

Erlaubt sind daher auch in diesem Jahr die vielen Sitzsäcke und bunten Liegematte, die selbstgepackten Picknickkörbe und gut sortierten Kühltaschen, die überall im Schlossgarten aufgebaut und ausgepackt werden. Wenn dann in der Dämmerung hunderte Kerzen im Schlossgarten brennen, ist die besondere Atmosphäre des Festivals perfekt.

Auch sonst gibt es in diesem Jahr ein paar Neuerungen: Statt eines gemeinsamen Abschlusskonzerts im Scala spielen die Siegerbands am 19. August erneut im Blüba. Dann beim Musikfeuerwerk, dem Lichterzauber. Auf den Bühnen stehen einige, die zum ersten Mal in Ludwigsburg dabei sind, zum Beispiel Claudia Roick und Nicole Tschaikin. „Baroque Bitches“ nennen die beiden ihren Mix aus schrillen, barocken Tüll-Kostümen und klassischem Operngesang. Das findet beim Publikum durchaus Gefallen, taugt aber weniger fürs Mitsingen und -wippen als die Musik bei anderen Künstlern.

Abschlusskonzert am Sonntagabend

Mehr als 400 Bewerbungen haben die Veranstalter, das Blühende Barock und die Ludwigsburger Agentur Pulsmacher, im Vorfeld bekommen, 40 Bands und Solokünstler aus elf Nationen haben sie ausgewählt. Zum dritten Mal dabei ist der Publikumsliebling Frederik Konradsen. Nichts außer einer Akustikgitarre braucht der Mann aus Madagaskar, um seine Zuschauer mitzunehmen durch einen Mix aus Singer-Songwriter-Musik und Raggae-Klängen. Von „I wanna be like you“ aus dem Dschungelbuch über ein Justin-Bieber-Cover bis zum selbst geschriebenen Song über süddeutsche Autobahnpolizisten („Busted in Bavaria“) geht die Reise. Den Zuhörern gefällts so gut, dass Konradsen vermutlich wieder einen der vorderen Plätze beim Publikumsvoting gewinnen könnte. Im vergangenen Jahr wurde der Mann mit der Afrofrisur Dritter.

Das Straßenmusikfestival endet an diesem Sonntag. Es beginnt gegen 18 Uhr, das Abschlusskonzert startet um 21.30 Uhr auf der großen Bühne vor dem Schloss.

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