Acht Feuerwehrfahrzeuge waren vor Ort. Der vermisste 22-Jährige war aber gar nicht mehr in der Rems, sondern längst wieder auf dem Neckarremser Straßenfest. Foto: dpa

Am Sonntag verbreitet sich das Gerücht, dass ein Mann in der Rems ertrunken sein soll. Tatsächlich war aber nur ein Betrunkener in der Nacht baden.

Remseck - Die gute Nachricht zuerst: In der Nacht zum Sonntag ist niemand in der Rems ertrunken. Das Gerücht, es sei zu einem tödlichen Unglück in Remseck (Kreis Ludwigsburg) gekommen, hatte sich aber bis zum Montag gehalten – möglicherweise, weil sich am Samstag um kurz vor Mitternacht viele Rettungskräfte am Remsufer getummelt hatten. Um kurz nach 23.30 Uhr war der Polizei gemeldet worden, es befänden sich vermutlich zwei Personen im Fluss. Einen 23-Jährigen fischte die Feuerwehr Remseck dann in der Tat aus dem Nass; der Nachtbader hatte nach Polizeiangaben ordentlich Alkohol im Blut. Wie eine Polizei-Sprecherin berichtet, gab er an, sein Kumpel sei ebenfalls in die Rems gesprungen und verschwunden.

Die Besatzung von acht Feuerwehrfahrzeugen und mehrere Polizeistreifen wollten sich auf die Suche nach dem vermeintlich in Not Geratenen machen. Die Mühe konnten sie sich aber sparen: Der 22-Jährige wurde bei bester Gesundheit auf dem Neckarremser Straßenfest ausfindig gemacht. Auch er hatte, so die Polizei, schon über den Durst getrunken. Genauso wie ein Mann, der nachts zuvor auf dem Fest zu randalieren begonnen hatte. Seiner musste sich die Polizei ebenfalls annehmen.

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