Die Aulendorfer Straße ist für den Verkehr gesperrt. Foto: Cedric Rehman

Die Kälte könnte die Sanierung der Aulendorfer Straße verzögern.Sollte ein langer und strenger Winter schon in Kürze beginnen, wäre es die Wiederaufnahme der Arbeit frühestens im Februar wieder möglich.

Schönberg - Das milde Oktoberwetter hat alles ganz einfach gemacht. Mitte des Monats sperrte das Tiefbauamt einen Teil der Aulendorfer Straße ab. Dann rückten die Bagger und die Walzen an, um den nach Angaben der Stadt 20 bis 30 Jahre alten Asphalt zu entfernen und einen neuen Straßenbelag aufzutragen. Gearbeitet wird nach und nach; die betroffene Strecke zwischen der Rotwiesenstraße und der Birkheckenstraße ist in zwei Bauabschnitte unterteilt.

Auf ihnen wird der Straßenbelag jeweils halbseitig saniert. Der eine Abschnitt soll Anfang nächster Woche fertig sein. Dann beginnen die Arbeiten am zweiten Abschnitt. Das milde Wetter habe wesentlich dazu beigetragen, dass die Sanierung in den vergangenen Wochen rasch vorangekommen ist, sagt Klaus Hofmann von der Bauabteilung Filder beim Tiefbauamt.

Beginn der Bauarbeiten ist nicht ungewöhnlich

Vom Wetter hängt es jetzt auch ab, ob der Plan der Tiefbauer aufgeht, den zweiten Bauabschnitt bis Ende des Jahres zu beenden. „Wir rechnen im Moment nicht mit einem raschen Wintereinbruch“ sagt Hofmann. Anders ausgedrückt: Schnee, Eis und Frost würden die Pläne des Tiefbauamts durcheinander wirbeln. Sollte ein langer und strenger Winter schon in Kürze beginnen, wäre es frühestens im Februar wieder möglich, am zweiten Bauabschnitt weiterzuarbeiten, sagt Klaus Hofmann. Der Beginn der Bauarbeiten im Oktober sei trotz der Unwägbarkeiten des Wetters nicht ungewöhnlich, sagt Hofmann. „Im Sommer haben die Baufirmen schon volle Auftragsbücher und ihre Preise sind sehr hoch.“

Die Umleitung des Verkehrs über die Rotwiesenstraße und die Birkheckenstraße bleibt mindestens bis zum Ende des Jahres bestehen – wenn das Wetter es gestattet, die 300 000 Euro teure Sanierung wie geplant noch in diesem Jahr zu ihrem Ende zu bringen.

Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr

Betroffen von der Sperrung der Aulendorfer Straße ist auch der öffentliche Nahverkehr. Die Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) hat provisorische Bushaltestellen entlang der Umleitungsstrecke eingerichtet. Außerdem verkehrt auf der Linie 70 ein weiterer Bus. Auf der Linie 65, die gleichfalls auf der Strecke fährt, sei es möglich, den Fahrplan einzuhalten, sagt Birte Schaper, die Sprecherin der SSB. „Auf der Linie 70 ist es schwieriger; deshalb gibt es noch einen zusätzlichen Bus, damit niemand länger warten muss.“

Für die Autofahrer aus Schönberg bedeutet die Umleitung zumindest vorübergehend einen neuen Weg. Helma Hardenberg, die Vorsitzende des Schönberger Bürgervereins, weiß dennoch nichts von Klagen über die Sanierung und damit verbundenen Umstände zu berichten. Im Gegenteil: Viele Menschen in Schönberg würden die Sanierungsarbeiten begrüßen. „Wir freuen uns, wenn die Straßen wieder in Ordnung sind“, sagt Hardenberg. Bis dahin müssten die Autofahrer die Umleitung eben in Kauf nehmen.

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