Schlaglöcher, wie auf dem Foto in der Ringstraße in Heiningen, können für Autofahrer teuer werden. Foto: Tilman Ehrcke

Der kalte Winter hat nicht mehr Straßenschäden im Landkreis Göppingen verursacht. Wer Schlaglöcher auf Straßen entdeckt, kann sie bei vielen Kommunen online melden.

Der Winter neigt sich allmählich dem Ende entgegen und so langsam kommen auf Straßen, Radwegen und Gehwegen die Folgen von Schnee, Eis und Kälte zum Vorschein. Das kalte Wetter verursacht regelmäßig für Schlaglöcher und Risse. „Da der Januar 2026 relativ kalt war und die Bodentemperaturen durchgehend im Frostbereich lagen, waren die Schäden in Eislingen bis jetzt nicht zahlreicher als in den Vorjahren“, erklärt Linda Meier, Sprecherin der Stadt Eislingen. Dieses Fazit kann auch die Göppinger Stadtverwaltung bestätigen: „Es gibt nicht mehr Schäden als in anderen kalten Jahren. Von unserer Seite konnten wir nichts feststellen“, erklärt die Vize-Pressesprecherin der Stadt Göppingen, Andrea Rothfuß.

 

Kritisch für den Belag von Straßen und Gehwegen sind hauptsächlich starke Temperaturschwankungen – von Frost zum Tauwetter –, die zu Rissen und Löchern führen. Problematisch wird es zudem, wenn Wasser durch bereits bestehende Risse unter den Straßenbelag fließen kann und dann gefriert. „Dadurch wird der Asphalt regelrecht aufgesprengt und es sind vermehrt Schäden zu verzeichnen“, erklärt Christiane Wehnert, Pressesprecherin der Stadt Geislingen. „Straßen mit älteren Asphaltdecken sind dadurch häufiger betroffen als neue Straßen, bei denen die Belagsdecke vollkommen intakt ist“, erläutert Linda Meier.

Kein Anstieg der Zahl witterungsbedingter Schäden

Auch die Göppinger Kreisverwaltung betont, dass der besonders kalte Winter nicht zu einem deutlichen Anstieg der witterungsbedingten Schäden an den Straßen im Landkreis geführt habe. Die Straßen, die im Aufgabenbereich der Landkreisverwaltung liegen, werden mindestens einmal pro Woche von den Mitarbeitern des Straßenbauamtes auf Schäden kontrolliert. „Schlaglöcher werden je nach Größe und Wetterbedingungen mit Kalt- und Heißasphalt verfüllt. Risse werden mit Vergussmittel verfüllt“, berichtet Pressesprecherin Clarissa Weber. Kleinere Schäden würden sofort repariert, „größere Schäden binnen weniger Tage“.

Kleinere Schäden werden kurzfristig behoben

Auf den Straßen und Gehwegen der Kreisstadt Göppingen werden kleine Schäden sofort bis kurzfristig behoben, „je nach Unfallgefahr und Verkehrsrelevanz“, sagt Rothfuß. Dabei kommt Kaltasphalt zum Einsatz. Schäden, die über eine kurzfristige Schlaglochreparatur hinausgehen, werden in ein Straßenunterhaltungsprogramm aufgenommen. Um solche Schäden kümmert sich abhängig von Umfang, Temperatur und Witterung eine Straßenbaufirma, die Schäden an Straßen und Gehwegen mit Heißasphalt flickt.

Die Stadt Geislingen setzt zur Erfassung von Schäden am Straßennetz der Stadt auf ein System, bei dem Schäden vor Ort digital erfasst und ausgewertet werden. „Zu jedem Schaden werden der genaue Standort und Fotos gespeichert“, erklärt die Geislinger Pressesprecherin. „Schäden werden anschließend nach Dringlichkeit sortiert und in einer Prioritätenliste abgearbeitet“, fügt Christiane Wehnert hinzu.​

Was tun, um Schäden am Fahrzeug zu vermeiden?

Risiko
Wenn man mit dem Auto durch ein Schlagloch fährt, können Schäden am Fahrzeug entstehen. Besonders kritisch sind Schäden an der Karosserie oder am Auspuff, vor allem wenn das Fahrzeug aufsetzt. „Wer mit hohem Tempo durch ein Schlagloch fährt, riskiert darüber hinaus auch Schäden an der Lenkung, der Radaufhängung, den Reifen und den Felgen“, schreibt der Auto Club Europa (ACE).

Tipps
Um Schäden am Fahrzeug vorzubeugen, hilft nur: vorausschauend und vorsichtig fahren, Warnschilder und Tempolimits ernst nehmen und die Fahrweise der Witterung und dem Straßenzustand anpassen. Der Auto Club Europa rät zur Vorsicht: „Bei Pfützen ist besondere Vorsicht angebracht, denn sie verbergen nicht selten Straßenschäden.“