Der Künstler Gunter Demnig im Jahr 2015 bei der Verlegung eines Stolpersteins in Bad Cannstatt für das Euthanasie-Opfer Berta Grau. Foto: Lichtgut/Volker Hoschek

Bei zwei Enthaltungen hat der Bezirksbeirat einstimmig beschlossen, das Defizit der Stolperstein-Initiative in Höhe von 980 Euro auszugleichen. Die Lokalpolitiker hatten noch rund 6000 Euro im Budgettopf für ehrenamtliches Engagement.

Bad Cannstatt - Die Stolperstein-Initiative hat den Bezirksbeirat um einen Zuschuss in Höhe von 980 Euro gebeten. Mit dem Geld soll das Defizit gedeckt werden, das im Jahr 2016 durch verschiedene Aktionen wie eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit dem Thema „NS-Euthanasie“ für Schüler der gymnasialen Oberstufe entstanden ist. Da wären beispielsweise vier Stolpersteine für 480 Euro zu nennen sowie die Miete eines Saales (150 Euro), Honorar für einen Vortragenden (400 Euro), anteilige Hotelkosten (70 Euro) und 50 Euro für Werbung. Insgesamt sind das Ausgaben in Höhe von 1150 Euro. Abzüglich 170 Euro Spenden bleibt das Defizit in Höhe von 980 Euro.

„Wir haben für dieses Jahr noch rund 6000 Euro in der Kasse“, sagte Bezirksvorsteher Bernd-Marcel Löffler in der jüngsten Sitzung des Bezirksbeirats. „Unser Ziel sollte es nicht sein, das Geld zu sparen und die Summe vor uns herzuschieben.“ In der kommenden Sitzung am 7. Dezember werde er einen Vorschlag unterbreiten, wie das Geld noch auf die Antragssteller verteilt werden kann, die aufgrund ihres hohen Defizits noch einen weiteren Zuschuss vertragen könnten. Geld für die Stolperstein-Initiative sei somit auch genug da.

Bei zwei Enthaltungen stimmte der Bezirksbeirat letztendlich für einen Zuschuss in Höhe von 980 Euro.

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