Heiß, heißer, Böschungsbrand: Im S-Bahn-Netz kam es zu einigen Verspätungen. Foto: 7aktuell.de/Moritz Bassermann

Gut, dass ein Polizeihubschrauber das Feuer schnell entdeckte – dennoch hat am Montag ein Böschungsbrand den Bahn-Verkehr völlig aus dem Takt gebracht.

Stuttgart - War es eine weggeworfene Kippe? Oder der Brennglaseffekt einer Scherbe? Der Brand einer Grasböschung hat am Montag gegen 13.10 Uhr einen Polizei- und Feuerwehreinsatz nördlich des Hauptbahnhofs ausgelöst – und den Nachmittag über den S-Bahn-Verkehr erheblich durcheinander gebracht. Auf allen Linien kam es zu Verspätungen und sogar Zugausfällen. Der Brand der Grünfläche war von einem Hubschrauber der Bundespolizei entdeckt worden, dessen Besatzung aus Donaueschingen über Stuttgart auf Patrouille war. Von oben entdeckten die Piloten eine etwa 20 Quadratmeter große brennende Grünfläche im Gleisbereich der Bahnstrecke, etwa auf der Höhe eines Supermarkts an der Rosensteinstraße.

Doppelt hält besser

Die Feuerwehr hatte den Brand schnell gelöscht, ein Teil des Bahnverkehrs wurde Schritt für Schritt wieder freigegeben. Weil die Feuerwehr allerdings befürchtete, dass sich Glutnester erneut entzünden können, wurde ein spezieller Löschzug aus Kornwestheim angefordert, der ein mögliches Wiederaufflackern verhinderte. Nach 16 Uhr waren alle Strecken wieder frei, es dauerte aber lange, bis die S-Bahn wieder im Takt war. „Es gab keinen Personen- oder Sachschaden“, sagt Bundespolizeisprecher Sebastian Maus. Die Ursache sei nicht geklärt.

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