VfB-Präsident Bernd Wahler (li.) und StN-Sportchef Gunter Barner bewundern die Trikot-Sammlung von Ralf Burkhardt Foto: Leif Piechowski

Mittendrin und voll dabei: Das neue Leserbüro der Stuttgarter Nachrichten im Herzen der Stadt hat an den ersten beiden Tagen für großen Zulauf gesorgt. Im Buchhaus Wittwer am Schlossplatz freuen sich StN-Redakteure am Stadtschreibtisch über Anregungen und Tipps der Leserinnen und Leser .

Mittendrin und voll dabei: Das neue Leserbüro der Stuttgarter Nachrichten im Herzen der Stadt hat an den ersten beiden Tagen für großen Zulauf gesorgt. Im Buchhaus Wittwer am Schlossplatz freuen sich StN-Redakteure am Stadtschreibtisch über Anregungen und Tipps der Leserinnen und Leser.

Stuttgart - Vor dem wichtigen VfB-Spiel zählte VfB-Präsident Bernd Wahler das Gerüst der Mannschaft für die Zukunft auf - von Torwart Sven Ulreich über die Innenvertreidiger Georg Niedermeier und Antonio Rüdiger bis zu Kapitän Christian Gentner. Offen ist demnach die Zukunft von Vedad Ibisevic. Der Torjäger, der unter dem neuen Trainer Huub Stevens seinen Stammplatz verloren hat, hat zwar einen gültigen Vertrag, doch der VfB würde auch über einen Verkauf von Ibisevic nachdenken, falls ein lukratives Angebot eingehen sollte: „Dann müssten wir natürlich darüber nachdenken, was wir tun“, sagte Wahler im Gespräch mit StN-Sportchef Gunter Barner.

Der Trikot-Sammler Ralf Burkhardt zeigte Raritäten seinem privaten Museum. Besonders stolz ist er auf sein älteste VfB-Trikot, das aus den Meisterjahren des VfB in den 1950ern stammt und in den 1960ern noch einmal aufgetragen wurde. „Bei den Schwaben kann man sparen lernen“, meinte Moderator Gunter Barner. Damals ging der Brustring auf den Trikots noch um ganzen Körper, war also auch auf der Rückseite zu sehen. Begeistert von der Sammlung sagte VfB-Präsident Bernd Wahler, sein Traum sei ein VfB-Museum im oder in der Nähe des Stadions. Erst einmal müsse man aber alle Anstrengungen auf das Verbleiben der Mannschaft in der ersten Liga richten. Auch in Zukunft will er mit Sportdirektor Fredi Bobic zusammenarbeiten. Trainer Huub Stevens spiele in den weiteren Überlegungen auch eine große Rolle.

Lewitscharoff übt heftige Krtik an sich selbst

Für Empörung hatte die Schriftstellerin und Büchner-Preisträgerin Sibylle Lewitscharoff gesorgt, als sie Retortenkinder als "Halbwesen" bezeichnete. Bei Wittwer übte die 60-Jährige am Samstag im Gespräch mit StN-Kulturredakteurin Susanne Benda nun heftige Kritik an sich selbst. "Was ich da gesagt habe, war dumm und viel zu aggressiv", sagte Lewitscharoff, die bei der StN-Aktion ihren Krimi "Klimousky" vorstellte. Sie sei selbst schuld an den heftigen Reaktionen, die sie ausgelöst hat. Dass sich nach all ihren Literaturpreisen, mit denen sie überhäuft worden war, mit ihrer missglückten Äußerung über Retortenkinder nun auf Ablehnung gestoßen ist, habe aber dennoch etwas Gutes für die Arbeit als Autorin. "Das ist nicht schlecht, dass man sich nicht zu wohl fühlt", sagte sie.

Für seine Biografie "Porsche, Pop und Parkinson" hat SWR-Moderator Matthias Holtmann die Texte mit einem Spracherkennungsprogramm diktiert. "Das ist toll", sagte er, "es steht sofort auf dem Bildschirm geschrieben, was man gesprochen hat." Aufgrund seiner Erkrankung reiche die Feinmotorik nicht aus, um zu tippen. Im Jahr 2006 hatte er die Übertragung der Fußball-WM auf dem Schlossplatz moderiert und im Backstage-Bereich beim Schreiben bemerkt, dass seine Schrift wackelig und klein war. Es war der erste Hinweis auf seine Parkinsonerkrankung. Aber erst nach zwei Jahren suchte er einen Arzt auf. Heute geht der 63-Jährige offen mit der Krankheiit um und bereitet gerade die Premiere der vierten Staffel von "Pop & Poesie" vor, die beim SWR-Sommerfestival am 1. Juni Premiere auf dem Schlossplatz feiert.

Weitere Gäste bei der Eröffnung des StN-Stadtschreibtsiches waren Professor Hans-Peter Burghof (er sprach über die Verantwortung der Medien in der Demokratie), der Autor Markus Heffner und der Fotograf Harald Löffler, die ein Buch über die Wilhelma herausgegeben haben, der Comedian Michael Gaedt, der Reutlinger Sprachkünstler Dominik Kuhn alias Dodokay sowie der Magier Topas, der ein Buch übers Zaubern geschrieben hat mit dem Titel "Jungfrau gesucht, Säge vorhanden."

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