Treibt das Thema Kulturquartier voran: Staatssekretärin Petra Olschowski ist Gast bei „Mittendrin“ Foto: MWK

Mit den „Stuttgarter Nachrichten“ sind Sie näher dran am Puls der Stadt. Nächstes Thema in der Reihe „Mittendrin“ ist das Kulturquartier. Seien Sie dabei – am 2. Dezember im Haus der Katholischen Kirche.

Stuttgart - Das Zentrum der Landeshauptstadt birgt einen Schatz. Wie sonst nirgendwo in Deutschland finden sich in einem Geviert von kaum mehr als 1,5 Quadratkilometern hochkarätige Kultureinrichtungen. Wie kann dieser Schatz ein wirkliches Kulturquartier werden? Das ist das nächste Thema in der „Stuttgarter Nachrichten“-Reihe „Mittendrin“ – am 2. Dezember um 19 Uhr im Haus der Katholischen Kirche in Stuttgart-Mitte (Königstraße 7).

Politik, Kultur und Handel im Dialog

Unsere Gäste auf dem „Mittendrin“-Podium sind: Petra Olschowski (Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst), Sven Hahn (Geschäftsführer City-Initiative Stuttgart), Marc-Oliver Hendriks (Geschäftsführender Intendant der Staatstheater Stuttgart), Ulrike Groos (Direktorin Kunstmuseum Stuttgart) und Ulrich Wegenast (Geschäftsführer Film- und Medien-Festival GmbH).

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist notwendig – unter: www.stn.de/kulturquartier.

Einmalige Dichte an Kultureinrichtungen

Das Geviert führt von den Staatsgalerie-Bauten über die Musikhochschule und das Haus der Geschichte weiter zum Hauptstaatsarchiv und zur Landesbibliothek, schwenkt mit dem Stadtpalais und dem benachbarten Institut für Auslandsbeziehungen Richtung Schlossplatz zum Landesmuseum Württemberg und zum Kunstmuseum Stuttgart. Dann über die in alle Festivals eingebundenen Kinos der Mertz-Gruppe in der Bolzstraße zum Kunstgebäude Stuttgart und schließlich über das Staatstheater-Areal mit Opernhaus und Schauspielhaus zurück zur Staatsgalerie. Höchste Qualität verbindet sich hier – und längst ist der richtige Begriff geprägt: Kulturquartier Stuttgart.

Das Kulturquartier ist real – aber es gibt keine Hinweise

Das Kulturquartier verbindet Gegensätze, wagt Zeitsprünge, provoziert und versöhnt, schafft vibrierende Spannung und belohnt mit völliger Entspannung. All dies bündelt sich, wenn das längst in der großen Mitte der Bürgerschaft angekommene Internationale Trickfilm-Festival seine Fühler von der Arena Schlossplatz aus in die Kinos, in das Kunstgebäude und in das Kunstmuseum ausstreckt. Das Kulturquartier ist real, wird gelebt. Und doch gibt es keine wirk­liche Prägung, ja, noch nicht einmal einen Hinweis.

OB Fritz Kuhn denkt an eine Kulturquartier-App

Das soll sich ändern. Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) will „diese einmalige Qualität“ sichtbarer machen. „Diese Dichte“, sagt Kuhn unserer Zeitung, „ist da, man muss aber auch von ihr wissen“ – es brauche ein „klares Wegeleitsystem“ im Kulturquartier und die Verbreitung über digitale Kanäle. „Wenn jemand drei Tage in Stuttgart ist“, sagt Kuhn, „muss man auf einen Klick über die Angebote im Kulturquartier informiert sein.“ Und Kuhn denkt bereits weiter: „Das Kulturquartier“, sagt Stuttgarts OB, „kann und muss man ja über das direkte Stadtzentrum hinaus denken.“ Eine Kulturquartier-App könnte auch die Angebote des Linden-Museums und die Veranstaltungen in der Liederhalle oder im Jazzclub Bix ent­halten.

Staatssekretärin Petra Olschowski für ein gemeinsames Ticket

Noch einen Schritt weiter geht Petra ­ Olschowski. Die parteilose Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst plädiert für gemeinsame Tickets und gemeinsame Öffnungszeiten der Kulturquartier-Einrichtungen.

Aufbruch Stuttgart will „lebendiges Kulturqartier für alle“

Der Verein Aufbruch Stuttgart verbindet noch weitreichendere Überlegungen mit dem Begriff Kulturquartier – und stellt seine Ideen für die gesamte Planung zur Sanierung des Opernhauses und zur Erweiterung des Staatstheater-Areals unter den Begriff Kulturquartier. „Aufbruch Stuttgart“, heißt es in der Broschüre „Aufbruch Kulturquartier“, „setzt sich entschieden dafür ein, dass sich die heutige ,Kulturmeile‘ in ein lebendiges Kulturquartier für alle verwandelt. Die trennende Schneise, die Stadtautobahn, die sich wie eine offene Wunde ins Quartier geschnitten hat, sollte baldmöglichst der Vergangenheit angehören.“

OB Kuhn: „Kulturquartier muss eine Dachmarke werden“

Zuvor hatte OB Kuhn unserer Zeitung ­gesagt: „Zwei Dinge müssen wir lösen: die räumliche Trennung zwischen den Einrichtungen rund um den Schlossplatz und den Häusern auf der anderen Seite der Bundesstraße 14 wie Musikhochschule und Landesbibliothek – und eine gemeinsame Identität.“ Kuhns Fazit: „Das Kultur­quartier muss eine Dachmarke werden.“

Was sagt der Einzelhandel?

Wie sehen nun Verantwortliche im Kulturquartier selbst die Situation in Stuttgart? Wie beurteilen sie die durch die Debatte über die geplante Sanierung des Opernhauses noch einmal befeuerte Diskussion? Was sagt der für die City wichtige Einzelhandel?

Kurz: Wer versieht das Thema Kulturquartier in Stuttgart mit einem Fragezeichen? Wer setzt ein Ausrufezeichen? Das ist die Ausgangsfrage für unsere „Mittendrin“-Veranstaltung am Montag, 2. Dezember, um 19 Uhr im Haus der Katholischen Kirche (Königstraße 7). Der Eintritt ist frei, Ihre Anmeldungen nehmen wir gerne entgegen.

So können Sie dabei sein

Was? „Mittendrin“ zum Thema „Chance Kulturquartier?!“ am Montag, 2. Dezember, um 19 Uhr im Haus der Katholischen Kirche in Stuttgart-Mitte (Königstraße 7).

Wer? Unsere Gäste auf dem „Mittendrin“-Podium sind: Petra Olschowski (Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst), Sven Hahn (Geschäftsführer City-Initiative Stuttgart), Marc-Oliver Hendriks (Geschäftsführender Intendant der Staatstheater Stuttgart), Ulrike Groos (Direktorin Kunstmuseum Stuttgart) und Ulrich Wegenast (Geschäftsführer Film- und Medien-Festival GmbH).

Wie? Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist notwendig – unter: www.stn.de/kulturquartier. Hinweise zu unseren Datenschutzbestimmungen unter: www.stn.de/datenschutz.