Hinsetzen und in Ruhe die Stimmzettel ausfüllen – die Muße dazu fehlte etlichen Wahlberechtigten in Waiblingen angesichts von Warteschlangen. Foto: Gottfried Stoppel

Zur Übung nochmals ein Wahlsonntag? Nach den Turbulenzen um zu spät oder nicht zugestellte Stimmzettel in Waiblingen wollen die Stadträte die Akten einsehen. Manche fordern schon jetzt eine Wiederholung. Wie stehen die Chancen?

Für Friedrich Kuhnle ist es ein klarer Fall. Die Wahl in Waiblingen müsse annulliert und wiederholt werden, sagt der frühere Stadtrat der Fraktion Freie Wähler/Demokratische Freie Bürger. Am besten in ganz Waiblingen, zumindest aber in manchen Wahlbezirken: „Da geht es ums Recht.“ Im Kommunalwahlgesetz stehe klipp und klar, dass die Stimmzettel für die Wahl der Gemeinderäte und der Kreisräte den Wahlberechtigten spätestens einen Tag vor dem Wahltag zugesandt werden müssten. Tatsächlich aber seien in den Ortschaften Beinstein, Bittenfeld und Hegnach und in der Kernstadt die Wahlunterlagen in der Nacht zum Sonntag in die Briefkästen eingeworfen worden.