Des einen Freud, des anderen Leid: VfB Stuttgart bei Holstein Kiel. Foto: Pressefoto Baumann/Cathrin Müller

Bei Holstein Kiel erleidet der VfB Stuttgart den nächsten schweren Nackenschlag im Kampf um den Aufstieg. Das sagen die Akteure zum 2:3 im hohen Norden.

Kiel/Stuttgart - Der VfB Stuttgart hat im Aufstiegsrennen der zweiten Liga einen weiteren empfindlichen Rückschlag erlitten und muss ernsthaft um die Rückkehr ins Oberhaus bangen. Die Schwaben unterlagen 2:3 (0:1) bei Holstein Kiel und warten seit vier Spielen auf einen Sieg – auch der Frust bei den Fans ist groß.

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Zu allem Überfluss muss Trainer Pellegrino Matarazzo im Topspiel gegen den Hamburger SV an diesem Donnerstag (20.30 Uhr/Liveticker) auf Atakan Karazor (5. Gelbe Karte) und Daniel Didavi (Gelb-Rot) verzichten, die aufgrund der Vorkommnisse im hohen Norden für das Heimspiel gegen den Konkurrenten im Kampf um den Aufstieg gesperrt sind. Das sagen die Akteure der Weiß-Roten nach der Partie gegen die KSV Holstein.

VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo:

„Das ist bitter. Wenn man ein Spiel verliert, ist das immer bitter. Wir sind gut ins Spiel reingekommen. Dann kam das Gegentor, der erste Schuss aufs Tor, eine Kontersituation, das ist immer hart. Aber wird haben weiter gemacht, die Rote Karte war natürlich eine Schlüsselszene. Wir haben in der zweiten Halbzeit alles gegeben. Die Mannschaft hat weiter Gas gegeben und auch geglaubt, dass wir zurückkommen können – trotz zwei Toren Rückstand mit zehn Mann. Wir nehmen die positiven Sachen mit auf den Weg ins nächste Spiel gegen Hamburg – da geht’s um alles. Wir werden wieder 100 Prozent geben.“

Holstein-Coach Ole Werner:

„Uns war vor dem Spiel klar, dass es mehr braucht als nur eine gute Leistung, um hier zu punkten. Auch ein paar Dinge drumherum haben für uns gespielt. Der Führungstreffer ist nicht ganz zufällig entstanden und zu einem Zeitpunkt gefallen, der uns sicherlich gutgetan hat. Danach haben wir sehr tief verteidigt und waren vor allem über Standardsituationen gefährlich. Nach der gelb-roten Karte ist es uns dann naturgemäß leichter gefallen. Gut war, dass wir es geschafft haben, die Führung über die Zeit zu bringen. Auch wenn bei der einen oder anderen Szene ein bisschen Glück dabei war und wir die Konter besser hätten ausspielen können. Alles in allem haben wir eine kämpferisch hervorragende Leistung gezeigt.“

VfB-Verteidiger Pascal Stenzel:

„Der frühe Rückstand darf uns nicht passieren. Danach haben wir eine gute Reaktion gezeigt, waren aber nicht konsequent genug. In Unterzahl wurden die Räume für Kiel größer, wir haben aber mit Kampf und Willen dagegengehalten und den 1:1-Ausgleich erzielt. In der Schlussphase haben wir uns dann selber um den Lohn gebracht.“

VfB-Spielmacher Daniel Didavi:

„Bei der ersten Aktion werde ich kurz vor dem Strafraum klar gefoult, bekomme aber keinen Freistoß. Das wollte ich dem Schiedsrichter deutlich machen. Bei meinem Foul stelle ich mich ungeschickt an, auch wenn man vielleicht nicht unbedingt Gelb dafür geben muss. Trotzdem darf ich so nicht in den Zweikampf gehen.“

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