Melinda und Bill Gates. Ihr steht das Pink, ihm der lilafarbene Pullover nicht so ganz. Foto: picture alliance / dpa/Andrew Gombert

Die Ehe von Bill und Melinda Gates ist nicht mehr zu retten. Über die Gründe für die Trennung kann man nur spekulieren, doch einer davon könnte der seltsame Klamottengeschmack des Microsoft-Begründers und Milliardärs sein. Ein Stilcheck.

Stuttgart - Der Schlüssel zum Eheglück besteht in gegenseitiger Wertschätzung, da sind sich Paartherapeuten einig. Man dürfe seinen Lebenspartner niemals für selbstverständlich nehmen, wie ein altes Möbelstück, an das man sich gewöhnt hat. Und wenn wir schon bei der Wohnungseinrichtung sind: Auch ein verwahrloster Kleiderschrank kann der Grund für das Scheitern einer Liebe sein. Ehefrauen können davon ein Lied singen.

Mächtig und reich

Weshalb Bill und Melinda Gates sich nun tatsächlich scheiden lassen, wissen nur sie selbst. Aber es ist gut möglich, dass eine Ursache für das Zerwürfnis die Garderobe des Gemahls ist. Der Microsoft-Mitbegründer, Milliardär und Mäzen legt wenig Wert auf Äußerlichkeiten, er präferiert den Daddy-Style, den man vor einiger Zeit noch als Normcore-Mode adelte, was aber auch nur ein aufgehübschtes Synonym für Schlampigkeit im Erwachsenenalter war. Schlabbrige Pullover, weite Freizeithosen, klobige Allwetterschuhe, die aussehen, als hätte man sie aus dem Grabbelkiste im Discounter gefischt: der Mann ist gnadenlos. Selbst bei offiziellen Terminen bestätigt Gates das Klischee vom stillosen Computer-Nerd. Beim Besuch in Berlin vor einiger Zeit trug der 65-Jährige zum Treffen mit der Bundeskanzlerin einen braunen Anzug über einem petrolblauen Hemd samt Krawatte mit Paisley-Muster. Ein Fauxpas, eigentlich. Für braune Anzüge gilt ungefähr dasselbe wie für schwarze Anzüge: Sie stören in geschäftlichen Angelegenheiten. Bill Gates aber kann Konventionen ignorieren, er ist so mächtig und reich, dass er zu jedem Meeting in einer gehäkelten Badehose auftauchen könnte. Doch eine Paisley-Krawatte hält nicht mal die beste Ehe aus.

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