Ein Stier verletzte einen jungen Mann bei einer Hatz in Frankreich tödlich. (Symbolbild) Foto: imago images/Thomas Zimmermann

Eine Stierhatz in Südfrankreich endet für einen 23-Jährigen tödlich. Der junge Mann wird von dem Tier so schwer verletzt, dass er wenig später im Krankenhaus stirbt.

Vallabrègues - Bei einer Stierhatz in Südfrankreich ist ein 23-Jähriger ums Leben gekommen. Der junge Stierkämpfer wurde in der Arena der Gemeinde Vallabrègues nördlich von Arles von einem Tier tödlich verletzt, wie sein Verband am Freitag mitteilte. Er sei nach mehreren Versuchen der Wiederbelebung im Krankenhaus von Nîmes gestorben.

Anders als in Spanien steht in Südfrankreich nicht der Tod des Stiers im Mittelpunkt der Hatz; stattdessen werden gemäß der Tradition der Camargue an den Hörnern der Tiere Blumen, Seidentücher oder Kokarden angebracht, die in Weiß gekleidete junge Männer dem Stier dann zu entreißen versuchen.

Tierschützer fordern ein Ende der Hatz. Die Tradition in Südfrankreich geht bis auf das 15. Jahrhundert zurück, in ihrer heutigen Form stammt sie aber aus dem 19. Jahrhundert.