Sie bildeten bis 7. Oktober das VfB-Trainerteam: Steven Cherundolo, Ilija Aracic, Tayfun Korkut (v.li.) Foto: Baumann

In einem Interview äußert sich der gemeinsam mit Tayfun Korkut entlassene Co-Trainer Steven Cherundolo über seine Zeit beim VfB Stuttgart. Offenbar überwarfen sich Trainerteam und Manager am Ende wegen einer Personalie.

Stuttgart - Seit der Entlassung am 7. Oktober ist es still geworden um das ehemalige Trainerteam des VfB Stuttgart, bestehend aus Chefcoach Tayfun Korkut und den beiden Assistenten Steven Cherundolo und Ilija Aracic. Bis nun Cherundolo dem US-Sender ESPN ein Interview gab, in dem es auch um seinen ehemaligen Arbeitgeber ging. Darin wird der 39-Jährige wie folgt zitiert: „Wir hatten in Stuttgart nicht nur eine Ergebniskrise. Intern gab es auch Differenzen zwischen dem General Manager (Sportvorstand Michael Reschke; d.Red.) und dem Trainerstab.“ Auch das habe bei der Entlassung des Trios eine Rolle gespielt, sagte Cherundolo, der derzeit beim US-Team reinschnuppert.

Stürmer Donis als Zankapfel

Der langjährige Bundesligaprofi von Hannover 96 genießt in seiner Heimat einen ausgezeichneten Ruf. Viele sehen in ihm bereits den kommenden Nationaltrainer der US-Boys. Doch was es genau mit seiner Schelte in Richtung des VfB-Managers auf sich hat, darüber kann nur spekuliert werden. Kein Geheimnis ist es, dass zwischen Trainerteam und Reschke immer wieder Dissonanzen bezüglich der Personalie Anastasios Donis auftraten. Während sich der Sportchef den schnellen Griechen, der im Spiel bei Bayer Leverkusen (Freitag, 20.30 Uhr) nach langer Verletzungspause womöglich wieder auf den Platz zurückkehrt, öfters in der Anfangsformation gewünscht hätte, ließ der eher defensiv agierende Korkut den Angreifer meist draußen. Es dürfte eine der spannendsten Fragen beim VfB werden, ob und inwieweit es Trainer Markus Weinzierl gelingt, den griechischen Nationalspieler ins Team einzubauen.

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