Steuereinnahmen Deutscher Staat erzielt Milliardenüberschuss

Von red/dpa 

Der Deutsche Staat verszeichnet einen hohen Überschuss (Symbolbild). Foto: Adobe Stock
Der Deutsche Staat verszeichnet einen hohen Überschuss (Symbolbild). Foto: Adobe Stock

Der deutsche Staat hat im ersten Halbjahr 2018 einen Überschuss von 48,1 Milliarden Euro erzielt. Das teilt das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit.

Wiesbaden - Sprudelnde Steuereinnahmen haben dem Staat im ersten Halbjahr erneut einen hohen Überschuss beschert. Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherungen nahmen von Januar bis Juni 761,8 Milliarden Euro ein und gaben 713,7 Milliarden Euro aus - der Überschuss belief sich auf 48,1 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte.

Bereits im Gesamtjahr 2017 hatte der Überschuss der öffentlichen Haushalte bereits einen neuen Höchststand erreicht. Damals betrug der Finanzierungsüberschuss insgesamt 36,6 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr 2018 nun erzielten alle staatlichen Ebenen ein Plus, wie die Statistiker mitteilten. Beim Bund blieb nach Abzug der Ausgaben von den Einnahmen ein Überschuss von 19,5 Milliarden Euro, bei den Ländern von 13,1 Milliarden Euro, bei den Kommunen von 6,6 Milliarden Euro und bei den Sozialversicherungen von 9,0 Milliarden Euro. Die Einnahmen des Staates erhöhten sich im ersten Halbjahr um 5,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Ausgaben stiegen nur mäßig um 1,2 Prozent

Allein an Steuern nahm der Staat 403,5 Milliarden Euro ein, ein Plus von 5,2 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2017. Die gute Beschäftigungsentwicklung habe außerdem für eine weiterhin „dynamische Entwicklung“ bei den Sozialbeiträgen um 4,2 Prozent gesorgt, erklärten die Statistiker. Die Ausgaben dagegen stiegen nur mäßig um 1,2 Prozent. Der Bund gab sogar weniger aus als im Vorjahreszeitraum. Dies ist allerdings auch auf den Sondereffekt zurückzuführen, dass bis zur Jahresmitte kein Bundeshaushalt verabschiedet war.

Die stattdessen angewandte vorläufige Haushaltsführung schränkte die Ausgaben des Bundes stark ein, was zu Nachholeffekten im zweiten Halbjahr führen dürfte. Die staatlichen Zinsausgaben sanken wegen des weiterhin sehr niedrigen Zinsniveaus und eines gesunkenen Schuldenstandes erneut, und zwar um 8,7 Prozent. Die Investitionsausgaben des Staates dagegen stiegen kräftig um 12,3 Prozent.

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