Erst mit dem zweiten Michelin-Stern war das Goldberg in Fellbach für Catering-Unternehmer Jörg Rauschenberger kein Zuschussgeschäft mehr – jetzt endet für ihn die Zeit für Spitzenküche.
Es gibt Zeitgenossen, die sich ein Ferienhaus im Engadin leisten oder eine Segeljacht an der Côte d’Azur. Jörg Rauschenberger, Fellbachs ungekrönter Catering-König, hat sich als Steckenpferd den Aufbau eines Sterne-Lokals gegönnt.
„Eine siebenstellige Summe“, hat der Unternehmer jüngst verraten, habe es ihn gekostet, aus der abgewirtschafteten Gastronomie der Schwabenlandhalle ein Restaurant auf Top-Niveau zu machen.
Der zweite Stern dauerte doppelt so lange wie der erste
2012 kam Philipp Kovacs nach Stationen in Österreich, der Schweiz und Portugal im Goldberg an den Herd, im November 2015 erkochte er sich mit seinem Team prompt den ersten Michelin-Stern. Doch es dauerte weitere sechs Jahre, bis der Gourmetführer den zweiten Stern verlieh – und der Unternehmer Rauschenberger mit dem Lokal auch Geld verdiente. „Seit der zweite Stern da ist, ist der Betrieb endlich rentabel“, sagt der Gastronom übers millionenschwere Zuschussgeschäft.
Dennoch hat der Caterer auch im Normalbetrieb von der Sterneküche profitiert – wer Erwähnungen im Michelin vorweisen kann, steht bei Aufträgen für Messen und Firmenevents in einem besseren Licht.
Sterneküche wird es für Rauschenberger nicht mehr geben
Sterneküche an anderem Standort wird es laut Rauschenberger aber nicht mehr geben. „Das ist vorbei, das kann ich nicht mehr als Marketingausgabe verbuchen“, sagt der Catering-Unternehmer.
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