Ein Trikot von Maradona kann man ersteigern, signierte Boxhandschuhe der Klitschkos, alles für einen guten Zweck. Bei der Stelp-Gala wird gefeiert, aber auch Geld gesammelt, um vielen Menschen zu helfen.
Es wird wieder ein Spagat zwischen Trauer und Freude, zwischen Mitgefühl und Party, zwischen Armut und Wohlstand, die Stuttgarter Hilfsorganisation Stelp lädt am Samstag, 29. Oktober, zu ihrer dritten Gala in den Cannstatter Kursaal.
Widersprüche muss aushalten können, wer da mitfeiert. Und für die noch verfügbaren Tickets bis zu 299 Euro ausgibt, dafür nicht nur Cassandra Steen und die Orsons live erlebt, ein Menü der Plenumköche Fabian Wolf und Andreas Litke und Getränke bekommt, gleichzeitig aber mit Erzählungen und Erfahrungen bitterster Not konfrontiert wird. So wird Waad al-Kateab die Geschichte ihrer Familie erzählen. Sie hat aus privaten Videos den für einen Oscar nominierten Film „Für Sama“ geschnitten, einen Liebesbrief an ihre Tochter Sama. Fünf Jahre hat sie jeden Tag ihr Leben und den Zerfall der Heimatstadt Aleppo dokumentiert. Von den ersten Protesten bis zu ihrer Flucht.
Im vergangenen Jahr spendeten die Besucher 280 000 Euro. Geld, das Menschen in 13 Ländern zugute kommt. So unterstützt Stelp etwa Straßenkinder auf den Philipinen, betreibt Suppenküchen für Kinder im Jemen, unterstützt Flüchtlinge an vielen Orten der Welt, etwa in der Ukraine. Um dafür Geld zu sammeln, wird bei der Gala etwa ein Trikot von Maradona versteigert.