Es soll ein Platz zum Wohlfühlen sein. Die Realität ist eine andere. Foto: Stadt Steinheim

Die Sitzgelegenheiten in dem Treffpunkt sind angezündet worden. Der Schaden soll vorerst nicht ersetzt werden.

Steinheim - Die Enttäuschung über die jüngste Zerstörung am Pavillon für Jugendliche ist Ordnungsamtsleiter Rolf Englert anzuhören. „Es ist leider so, dass Plätze, an denen man sich eigentlich wohl fühlen soll, auch Personen anziehen, die nicht richtig geradeaus denken können“, sagt er.

 

Der Treffpunkt nahe des Wiesenparkplatzes beim Wellarium sei „regelrecht verwüstet worden“. Nicht nur, dass unschöne Graffiti an den Wänden das Bild des Betrachters stören, auch die stabilen Holzbänke wurden ins Feuer geworfen und sind unbrauchbar. Der Stadt siei ein Schaden von mindestens 600 Euro entstanden. „Als Konsequenz werden die Sitzgelegenheiten entfernt und vorläufig nicht ersetzt“, heißt es aus dem Ordnungsamt. Man sträube sich allerdings dagegen, den Pavillon ganz abzureißen. „Wir haben diesen bewusst außerhalb angebracht, damit sich Jugendliche in Ruhe und ohne andere zu stören treffen können.“ Mit positiven Nebeneffekten. So sei die Zahl der Verwüstungen beim Schulzentrum, das früher verstärkt als Treffpunkt herhalten musste, zurückgegangen, seit der Pavillon – der etwa 500 Meter von den ersten Häusern in der Lehenstraße entfernt ist – im Jahr 2012 als Spende der Kreissparkasse errichtet wurde.

Allerdings hat es in diesen vier Jahren immer wieder Vorfälle gegeben. So sei ein Riffelblech, das am unteren Rand der Holzhütte zur Verstärkung diente, abgerissen worden. Weil es danach ein leichtes gewesen sei, die Konstruktion zusammenzutreten, ist dieses Blech ersetzt worden – zu Lasten des städtischen Haushalts. Gravierender noch, dass im Laufe der Zeit aus dem Pavillon eine Feierstation mit Feuerstelle wurde. „In der Nachbarschaft ist Holz geklaut worden, um bei der Hütte ein Feuer zu machen“, hatte Englert festgestellt. Vor etwa einem Jahr hat die Stadt deswegen ein generelles Verbot ausgesprochen. Was dieses genutzt hat, lässt sich jetzt erkennen, wo die Möblierung der Hütte abgefackelt wurde.

Vermutungen, aus welchem Personenkreis die Täter stammen könnten, will Ordnungsamtsleiter Rolf Englert nicht anstellen. Stattdessen habe man den Vorgang der Polizei übergeben. „Der oder die Täter müssen mit einer empfindlichen Strafe rechnen, sollten sie dingfest gemacht werden“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung.