Thomas Rosner Foto: Werner Kuhnle

Bei der ersten Vorstellung der Bürgermeisterkandidaten kritisiert Thomas Rosner seine Kritiker, Thomas Winterhalter wirbt mit Respekt und Vertrauen.

Steinheim - Das Interesse an der ersten offiziellen Kandidatenvorstellung war groß. Nur eine Handvoll der 720 aufgestellten Stühle blieben in der Riedhalle leer. Während der Kandidat Thomas Winterhalter und Ehefrau Lisa bis kurz vor Beginn der Veranstaltung die Bürger im Eingangsbereich begrüßten, hielt sich Amtsinhaber Thomas Rosner mit Familie schon in der Halle auf.

Als Erster trat der umstrittene Rathauschef Thomas Rosner ans Redepult, der sich seit langer Zeit Streitigkeiten mit dem Gemeinderat und Teilen der Verwaltung liefert. Er erinnerte an seine Rede vor acht Jahren. Bürgermeister in Steinheim zu sein, sei seine Lebensaufgabe. Eine Aufgabe, der er sich mit seiner ganzen Kraft und Leidenschaft widmen werde. Viel habe man erreicht. „Und wir sind auf einem guten Weg, unsere Erfolgsgeschichte fortzuschreiben: Fortführen, was wir erreicht haben, zu Ende bringen, was wir begonnen haben und neue Projekte auf den Weg bringen.“

„Mit den meisten Gemeinderäten verbindet mich eine sachliche, vertrauensvolle Zusammenarbeit“, versicherte Rosner. Natürlich gebe es einzelne Stimmen, die dafür sorgten, dass ihm immer wieder ein kräftiger kommunalpolitischer Wind ins Gesicht blase. Für ihn sei das auch in Ordnung: „Das gehört nun mal zu unserer Demokratie.“

Traurig finde er, wenn das immer wieder in persönlich feindselige Attacken ausarte. „Noch nicht einmal in erster Linie für mich persönlich, sondern deswegen, weil dies dem Ansehen unserer Stadt schadet. Natürlich – wer mit der Lupe sucht, findet jedes Stäubchen, auch wenn sonst alles seine Ordnung hat.“ Ihn persönlich könne man, so Rosner, nicht mehr treffen. „Am Ende meiner nächsten Amtsperiode bin ich knapp 65 – da höre ich sowieso auf.“

Der Herausforderer Thomas Winterhalter stellte sich den Bürgern zunächst vor. Seit März 2015 ist er Hauptamtsleiter in Pleidelsheim und leitet dort neben dem Hauptamt auch das Ordnungs- und Bauamt. „Durch die enge und sehr kooperative Zusammenarbeit mit meinem Bürgermeister und dem Pleidelsheimer Gemeinderat sind mir die komplexen Aufgaben eines Bürgermeisters sehr vertraut.“ Aufgrund des Studiums und der Tätigkeit als Hauptamtsleiter verfüge er über die Kenntnisse und Erfahrungen in allen wichtigen kommunalen Aufgabenbereichen, betonte der 31-Jährige, der seit 2011 ehrenamtlich den Freiberger Kulturverein leitet.

Nach Jahren des Stillstandes werde er die aufgelaufenen Themen wie das Stadtentwicklungsprogramm und den Investitionsstau im Bereich der Sport- und Veranstaltungshallen beherzt angehen und zielstrebig abarbeiten, sagte Winterhalter. Bereits im Studium habe er sich intensiv mit dem Thema „Führung im öffentlichen Sektor“ auseinandergesetzt: „Besonders wichtig ist mir dabei, in einer wertschätzenden Atmosphäre zu arbeiten.“

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