Bürgermeister Johann Singer (hintere Reihe, 2. v. l.) mischte sich gemeinsam mit ein paar Kindern unter die Feuerwehrleute. Foto: Fatma Tetik

Das Interesse der Bürger am Tag der Rettungsdienste in der Sandäckerhalle war groß. Es wurde gelöscht, geschlemmt und gefachsimpelt.

Steinenbronn - Schwere Autounfälle, Brände mit Verletzten oder gewalttätige Auseinandersetzungen: All das gehört zum Alltag von hauptberuflichen und ehrenamtlichen Rettungskräften. Die Einsatzkräfte beim Deutschen Roten Kreuz (DRK), der Polizei oder Feuerwehr haben einen Job, der Leben rettet und Nerven kostet.

Wie vielfältig die Arbeit der Rettungsdienste ist, konnten Interessierte am Samstag beim Tag der Rettungsdienste in und um die Sandäckerhalle in Steinenbronn erfahren. Veranstaltet wurde die Aktion vom DRK-Ortsverein Steinenbronn. „Wir möchten damit nicht nur einen Einblick in die Arbeit der Einsatzkräfte geben, sondern auch den starken Zusammenhalt der örtlichen und regionalen Rettungsdienste demonstrieren und für mehr Verständnis in der Öffentlichkeit werben“, erklärte der Vorsitzende des DRK-Ortsvereins, Karl Bauer.

Respektlosigkeit gegen Rettungskräften nimmt zu

Immer öfter werden die Retter beleidigt, bedroht oder in ihrer Arbeit behindert. „Das respekt- und rücksichtslose Verhalten der Menschen gegenüber Rettungskräften hat leider zugenommen“, sagte auch Steinenbronns Bürgermeister Johann Singer. Daher sei es wichtig, die Arbeit der Einsatzkräfte der Öffentlichkeit vorzustellen. Wie umfangreich deren Tätigkeit im Landkreis Böblingen ist, konnten kleine und große Besucher an zahlreichen Stationen erleben. Mit dabei waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Steinenbronn und Waldenbuch, die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft Ortsgruppe Waldenbuch/Steinenbronn (DLRG), die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk Ortsverein Böblingen (THW), die Polizei und das Deutsche Rote Kreuz mit dem Baby-Notarztwagen und der Rettungshundestaffel sowie zahlreiche weitere befreundete Organisationen. Neben einer Fahrzeugschau gab es zahlreiche Vorführungen und Mitmachstationen. Erwachsene konnten ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse überprüfen, während die Kleinen spielerisch mit Gefahrensituationen im Alltag konfrontiert wurden. Bürgermeister Singer dankte im Rahmen der Veranstaltung allen Helfern für ihren Einsatz. „Ich wünsche mir seitens der Bevölkerung mehr Anerkennung für diese wertvolle Arbeit“, sagte der Rathauschef. Schließlich könne jeder einmal in eine lebensgefährliche Situation kommen, in der jede Sekunde zähle, sagte Singer. Die Gemeinde könne stolz auf ihre vielen engagierten Lebensretter sein. Der Geschäftsbereichsleiter des DRK-Kreisverbandes Böblingen, Guido Wenzel, dankte im Gegenzug der Gemeinde für die langjährige Unterstützung.

Jahrgangstreffen mit Kaffee und Kuchen aus der Feldküche

Neben dem Tag der Rettungsdienste fand am Samstag in der Sandäckerhalle auch das vierte Jahrgangstreffen statt. Eingeladen waren alle, die in Steinenbronn die Schule besucht oder ihre Jugend verbracht haben. Bei Kaffee und Kuchen aus der DRK-Feldküche blickten die Besucher auf vergangene Zeiten zurück.

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