Hund sind gern in der Natur unterwegs. Das kann ihnen leider mitunter gefährlich werden. Foto: dpa

Immer wieder legen Unbekannte Giftköder in der Natur aus. Sie sind sich der Folgen nicht bewusst. In Steinenbronn warnt der Ordnungsamtsleiter nun Hundebesitzer und Eltern. Dafür hat er einen traurigen Grund...

Steinenbronn - Ein Hund hat am vergangenen Mittwoch Rattengift gefressen und ist daran gestorben. Das teilte der Steinenbronner Ordnungsamtsleiter Simon Römmich am Donnerstag mit. Ein Tierarzt habe den Tod durch Rattengift festgestellt. Römmich möchte nun die Bevölkerung über die Gefahr informieren. Denn es seien jüngst an verschiedenen Stellen im Ort Rattenköder gefunden worden.

Konkret ist das Gebiet Alter See zwischen dem Spielplatz und der Bushaltestelle sowie der Grillplatz Wildsaubar westlich des Ortes im Wald betroffen. Beide Orte seien stark frequentiert. Römmich zufolge könnte es auch noch an einer weiteren Stelle Rattenköder geben: im Gewann Buhrain östlich des Ortes. Diese Stelle sei allerdings noch unbestätigt. „Wir möchten die Einwohner warnen, damit sie aufpassen, was ihre kleinen Kinder und ihre Tiere an den Orten zu sich nehmen“, sagte Römmich. Trotzdem gebe es keinen Anlass zur Panik.

Gift sei manchmal in Wurst eingearbeitet

Rattenköder seien im Allgemeinen grün, gelb oder rosa und würden durch ihre Farbe durchaus auffallen, sagt der Leiter des Ordnungsamts. Möglicherweise seien sie aber auch in Wurst eingearbeitet und dadurch nicht zu erkennen.

Römmich ordnet den Vorfall folgendermaßen ein: „Es ist verboten, Rattenköder auf öffentlicher Fläche auszulegen.“ Auf Privatgrundstücken sei dies nur erlaubt, wenn dadurch niemand zu Schaden komme. Der durch das Gift gestorbene Hund sei angeleint gewesen, daher habe zumindest dieser Köder auf öffentlicher Fläche gelegen. „Ich vermute aber, dass jemand den Köder absichtlich ausgelegt hat“, sagte Römmich. Rattengift wirke in der Regel so, dass die Tiere daran innerlich verbluteten. Es gebe aber auch noch älteres Gift mit Zyankali, das ebenfalls gefährlich sei.

Ordnungsamt bittet um Mithilfe aus der Bevölkerung

Der Ordnungsamtsleiter bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Sie sollten sich telefonisch an den Polizeiposten unter der Telefonnummer 071 57/52 69 90 wenden, wenn sie irgendwo entsprechende Köder finden oder Hinweise zu den Personen machen können, die diese ausgelegt haben könnten. Der Besitzer des gestorbenen Hundes habe wegen der Vergiftung des Tieres Anzeige erstattet.

Bei der Pressestelle des zuständigen Polizeipräsidiums in Ludwigsburg ist zu dem Vorfall in Steinenbronn bisher nichts bekannt, sagt deren Sprecherin Tatjana Wimmer.

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