Ein freies WLAN-Netz sei wichtig für Steinenbronn, sagt die Junge Union im Ort. Foto: dpa

Die Bewohner von Steinenbronn wünschen sich freies WLAN in ihrer Ortsmitte. Etwas neidisch äugen sie in die Nachbarstadt Waldenbuch, den die hat das schon. Steinenbronn wird nachziehen – nur wann?

Steinenbronn - In Waldenbuch ist es schon Realität: Dort können Einheimische und Besucher der Stadt über ein öffentliches WLAN-Netz mit dem Smartphone, dem Tablet oder dem Laptop surfen. In Steinenbronn soll es ein solches Netz auch bald geben. Doch ein Startdatum gibt es noch nicht, sagt Joachim Mack. Er kümmert sich in der Gemeindeverwaltung um die Liegenschaften und plant auch das WLAN-Netz. „Wir sind dabei, das umzusetzen“, sagt er. Doch zunächst gelte es, noch ein zweites und drittes Angebot einzuholen, bevor eine Firma den Zuschlag dafür bekommt. Und es ist noch etwas offen, sagt Mack: „Die Europäische Union legt ein Förderprogramm für WLAN-Netze auf. Der Starttermin ist aber noch nicht klar.“ Mit den EU-Geldern könnte die Kommune sich die Investition zu einem Teil finanzieren lassen. Die Krux dabei ist: „Wenn wir schon mit der Einrichtung beginnen, bevor das Programm steht, bekommen wir keine Zuschüsse mehr.“ Das WLAN soll den Dorfplatz, das Rathaus, die Bücherei im Bürgerhaus und den Löwenkreisel abdecken.

Die Junge Union hält WLAN für wichtig für Steinenbronn

Dieses Thema hat die Ortsgruppe Waldenbuch und Steinenbronn der Jungen Union bei deren Gründung im Herbst 2016 zum Ziel erklärt. Denn Matthias Miller, der Vorsitzende der Ortsgruppe, hält WLAN für wichtig für den Ort. Das sei ein wichtiger Aspekt, damit Steinenbronn attraktiver, jünger und moderner werde. Die Nachbargemeinde sei da ein Stück voraus. „In Waldenbuch gibt es das ja schon“, sagt Miller. Von daher sei es ja durchaus technisch machbar, ein WLAN-Netz im Ort einzurichten.

Miller und weitere Mitglieder der JU-Gruppe haben bei einem Treffen mit dem Steinenbronner Bürgermeister Johann Singer über ihre Forderung nach einem öffentlichen WLAN-Netz im Ort gesprochen. „Der Bürgermeister sagte uns, dass das geplant ist“, sagt Miller.

Andere Gemeinden sind schon weiter bei dem Thema

Bürgermeister Singer bestätigt das auf Anfrage: „Ein öffentliches WLAN-Netz im Ortskern gehört zum Standard und ist zukunftsweisend.“ Andere Gemeinden wie Gärtringen hätten das schon länger. „Wir haben das verfolgt und ja auch die Mittel dafür in den Haushalt aufgenommen.“ Konkret stehen im Etat dafür 6000 Euro zur Verfügung. Wenn das WLAN eingerichtet ist, soll dieses auch den Kommunalpolitikern im Sitzungssaal des Rathauses zur Verfügung stehen. Die CDU-Fraktion hatte das während der Haushaltsberatungen mit Erfolg beantragt.

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