Der Trinkwasserpreis steigt Foto: picture alliance / dpa/Oliver Berg

Die Gerlinger Stadtverwaltung erklärt die Kostensteigerung vor allem mit einer Erhöhung der Bezugspreise.

 
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Das Trinkwasser verteuert sich in Gerlingen rückwirkend zum 1. Januar 2023. Eine entsprechende Anpassung der Wassergebühr hat am vergangenen Mittwoch der Gemeinderat einstimmig beschlossen. Demnach soll der Kubikmeter Frischwasser in Gerlingen in Zukunft statt wie bisher mit 1,80 Euro mit 2,05 Euro zu Buche schlagen.

Die Stadtverwaltung erklärt die Kostensteigerung vor allem mit einer „deutlichen Erhöhung der Bezugspreise der Bodenseewasserversorgung“. Schuld an den höheren Wasserpreisen seien zum einen die „normale Kostensteigerung“, aber auch die hohen finanziellen Investitionen, die mit dem Projekt „Zukunftsquelle“ der Bodenseewasserversorgung verbunden sind. Hinter dem Projekt verbergen sich mehrere umfangreiche technische Modernisierungsmaßnahmen, die die Bodenseewasserversorgung in den kommenden Jahren umsetzen muss.

Schmutzwasserbeseitigung wird auch teurer

Ebenfalls teurer werden in Gerlingen die Gebühren für die Schmutzwasserbeseitigung. Sie erhöhen sich um 25 Cent je Kubikmeter auf jetzt 2,51 Euro. Demgegenüber sinken in diesem Jahr die Gebühren für Niederschlagswasser sowie für die Einleitung von Grundwasser. Die Niederschlagswassergebühren werden um 9 Cent günstiger und liegen nun bei 0,50 Cent je Quadratmeter Fläche. Die Einleitung von Grundwasser kostet künftig 80 Cent statt 87 Cent je Kubikmeter Wasser. Die Erhöhungen und Preisnachlässe sind, laut Stadtverwaltung, entsprechenden Kostenüber- und -unterdeckungen in den Vorjahren geschuldet.