330 Menschen starben im Jahr 2020 bei Verkehrsunfällen im Südwesten. (Symbolbild) Foto: picture alliance / dpa/Daniel Karmann

2020 gab es weniger Verkehrstote im Südwesten als jemals zuvor, seit der Einführung der amtlichen Unfallstatistik im Jahre 1953. Der Grund dafür sind die Coronapandemie und ihre Folgen.

Stuttgart - In Baden-Württemberg sind 2020 weniger Menschen im Straßenverkehr zu Schaden gekommen als jeweils in den Jahren zuvor. Mit 330 Verkehrstoten gab es den niedrigsten Wert im Südwesten seit Einführung der amtlichen Unfallstatistik 1953, wie Innenminister Thomas Strobl (CDU) am Dienstag mitteilte. „Die Unfallzahlen insgesamt waren stark rückläufig, mit zum Teil erheblichen Rückgängen in fast allen Bereichen. Freilich haben auch die Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie dazu beigetragen“, fügte Strobl hinzu. Homeoffice, Lockdown und Kontaktbeschränkungen hatten demnach entscheidend dazu geführt, dass 2020 deutlich weniger Menschen im Straßenverkehr unterwegs waren. 

Insgesamt habe es im vergangenen Jahr mit fast 270 000 registrierten Verkehrsunfällen einen deutlichen Rückgang um fast 18 Prozent im Vergleich zu 2019 gegeben. Mit Blick auf Unfälle mit verletzten Personen verzeichne man ebenfalls einen Rückgang von mehr als 11 Prozent. Die Anzahl der dabei verletzten Personen lag dem Innenministerium zufolge bei etwa 39 600 Menschen und ging somit im Vergleich zu 2019 um über 15 Prozent zurück. 

Allerdings gehörte das Fahren mit überhöhtem Tempo auch im zurückliegenden Jahr zu den entscheidenden Gründen, die zu tödlichen Unfällen geführt haben. „Insgesamt verloren im letzten Jahr 131 Menschen ihr Leben, weil ein Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs war“, teilte Strobl mit. Damit sei 2020 mehr als jeder dritte tödliche Verkehrsunfall auf überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit zurückzuführen gewesen.

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