Eine Visualisierung aus dem vorigen Jahr zeigt, wie idyllisch es einmal in Besigheim am Fluss werden soll. Foto: Stadtverwaltung Besigheim

Zwei neue Brücken zwischen Altstadt und Enzufer, ein neues Parkhaus und viel Platz zum Flanieren und Spielen: so soll der neue Enzpark Besigheim aussehen. Der Baustart ist für das Frühjahr vorgesehen.

Besigheim - Der symbolische Erdhaufen ist umsonst herangekarrt worden. Um ein schöneres Bild abzugeben, durften sich die Vertreter der Verwaltung beim Spatenstich für den Enzpark mehr in die Sonne stellen und ihre Kräfte an der winterlich gefrorenen Erde messen. Nach Jahren der Ideensammlung, einem Wettbewerb unter Planungsbüros und dem Erstellen eines Finanzierungsplans konnte der Besigheimer Bürgermeister Steffen Bühlerschließlich verkünden: „Im Frühjahr, spätestens im Sommer, geht’s los.“

Spätestens im Sommer soll es losgehen

Konkret meint er damit den Baubeginn des ehrgeizigen und mit einem Volumen von knapp neun Millionen Euro anspruchsvollen Projektes, das von der Kölner Architektengruppe Club L94 entworfen wurde. Los geht es im neuen Jahr zunächst mit der Umgestaltung des Bereiches zwischen der B-27-Brücke und der Altstadtbrücke sowie dem Bau von Treppen am Ufer der Enz zwischen Enzbrücke und dem Emella-Gebäude, wo die ehemalige Textilfabrik war. Die dazwischen liegenden Freiflächen sind für Bäume und Gastronomie vorgesehen, ein Betonsteg wird unter der Altstadtbrücke hindurch führen.

In einem zweiten Bauabschnitt wird der Bereich von der Altstadtbrücke flussabwärts bis zum Beginn des Abzweigs in den Triebwerkskanal der Wasserkraftanlage Boll umgestaltet, dann soll auch ein rund 2,8 Millionen Euro teures Parkhaus unterhalb der B-27-Brücke mit 240 Plätzen entstehen. „Wir möchten das Projekt in den nächsten Jahren in vielen kleinen Etappen und finanzierbaren Dosen umsetzen“, sagt Steffen Bühler. Ein wichtiger Punkt bei der Realisierung sei der Hochwasserschutz. Eine Überflutungsfläche muss eingeplant werden, ebenso die Statik der B-27-Brücke geprüft werden.

Der Verband Region Stuttgart spendiert 439 000 Euro

Eine kleine Finanzspritze in Höhe von 439 000 Euro erhält Besigheim vom Verband Region Stuttgart. Das Geld fließe im Rahmen des seit 2005 bestehenden Förderprogramms Landschaftspark Region Stuttgart, sagte die Regionaldirektorin Nicola Schelling in Besigheim. „Wir unterstützen dieses Projekt, weil es das Alleinstellungsmerkmal der Region weiter stärkt“, sagte sie. Gerade die Landschaft mit ihren Auen und Steillagen-Weinbergen müsse erhalten, aufgewertet und weiter erlebbar und vernetzt werden.

Um Fachkräfte in die Region Stuttgart zu holen, bedürfe es nicht nur der entsprechenden Arbeitsplätze, sondern auch eines positiven Umfelds mit einem hohen Wohlfühlfaktor und einer hohen Lebensqualität, führte Schelling aus. Seit 2005 habe der Verband Region Stuttgart 14 Millionen Euro in entsprechende Projekte investiert und damit weiteren Investitionen vor Ort von 50 Millionen Euro den Weg bereitet.

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