Die Berliner Philharmoniker am Abend des 4. Mai mit Chefdirigent Kirill Petrenko im Carmen Würth Forum in Künzelsau Foto:  

Kultur bei Würth – dies verspricht höchste Qualität. Auch für das Konzert mit den Berliner Philharmonikern und Stardirigent Kirill Petrenko. Wie war der Abend im Carmen Würth Forum?

Unter den Brückenschlägen zwischen Wirtschaft und Kultur zählt jene zwischen den Berliner Philharmonikern und der weltweit agierenden Würth-Gruppe in Künzelsau zu den glücklichen Verbindungen.

 

Erstmals im Mai 2025 war das Starorchester im Carmen Würth Forum in Künzelsau zu Gast, wiederum feierten die Würth Philharmoniker – am Sonntag, 10. Mai, gemeinsam mit der Gaechinger Cantorey, Chor der Internationalen Bachakademie Stuttgart, und mit Hans-Christoph Rademann am Pult in der Stuttgarter Liederhalle zu Gast – ihr Debüt am 30. November 2025 in der Berliner Philharmonie. Mehr noch aber: Würth fördert die zentrale Vermittlungsbühne der Berliner Philharmoniker – die Digital Concert Hall, Online-Konzertsaal des Orchesters mit Live-Streams, Interviews und Konzert-Archiv.

Bejubelter Solist: Gautier Capuçon Foto: Würth

Gehörig Vorfreude war also garantiert, bevor am Montag, 4. Mai, die Berliner Philharmoniker mit ihrem charismatischen Chefdirigenten Kirill Petrenko – 2025 bei der Kritikerumfrage der Zeitschrift „Opernwelt“ bereits zum achten Mal mit der Auszeichnung „Dirigent des Jahres“ gewürdigt – erneut im Carmen Würth Forum zu Gast waren.

Berliner Philharmoniker im Dialog mit Gautier Capuçon

Für einen so leichtfüßigen wie eleganten und musikalisch wunderbar farbig kontrastreichen Einstieg sorgte zum Auftakt die „Pulcinella“-Suite Igor Strawinskys in der Fassung von 1946. Es folgte? In Peter Tschaikowskys Rokoko-Variationen für Cello und Orchester der mitunter hintersinnig wirkende Dialog des Solisten Gautier Capuçon (Cello) mit den Berlinern. Bei solchem Federn passte „Der Gesang der Vögel“ für Kontrabass und Celli von Pablo Casals als Zugabe.

Würde die Aufführung von Ludwig van Beethovens zweiter Sinfonie nach der Pause der erwartete Höhepunkt des Abends werden? Tatsächlich riss der von Petrenko und seinem Orchester gespiegelte Optimismus der Komposition das Publikum mit. Die Berliner Philharmoniker schienen die Komposition immer weiter aufzuladen – entsprechend begeistert zeigte sich das Publikum im Carmen Würth Forum.

Berliner Philharmoniker: Musikalisches Band durch Europa

Die Berliner Philharmoniker hatten in den Tagen zuvor in Schloss Esterhazy in Eisenstadt in Österreich, im Musikverein in Wien und in der Isarphilharmonie in München mit diesem Programm ihr diesjährigen Europakonzert gespielt. Seit 1991 präsentiert das Orchester Jahr für Jahr um den 1. Mai, 1882 Gründungstag des Orchesters, an unterschiedlichen Orten in Europa – und schaffen so ein musikalisches Band. Dessen Bedeutung hatte Kirill Petrenko als Reaktion auf den russischen Überfall auf die Ukraine am 24. Februar 2022 unterstrichen, als er den „heimtückischen und völkerrechtswidrigen Angriff Putins auf die Ukraine“ als „ein Messer in den Rücken der ganzen friedlichen Welt“ attackierte.